Sonntag, 12. Juni 2016

Von Kristiansund zu den Lofoten und zurück nach Kristiansund

Dienstag, 31. Mai


Die Hildecrew, Monika, Alfred und Dixi, ist startbereit. Mit 2 grossen Rucksäcken und Hundebox machen wir uns auf den Weg zum Flughafen. Der Check-in verläuft reibungslos. Zwischenlandung in Oslo. Sonne und sommerliche Temperaturen > 20 Grad C. Das Gepäck inklusive Dixi müssen ausgecheckt und durch den Zoll gebracht werden. Die Zollbeamtin nimmt es genau mit den Zollpapieren. Zum Schluss scannt sie den Chip…wir halten den Atem an… hoffentlich ist er noch da und intakt. Halleluja das Gerät zeigt an…alles paletti.
Dixi wird wieder in die Box verladen. Weiter geht’s nach Kristiansund, wo wir um ca. 18.30 Uhr landen. Das Wetter ist nicht mehr so sommerlich. Graue Wolken und eine kalte Bise aus NO.
Das Mietauto, ein nagelneuer VW Polo, steht schon parat. Aber wie sollen wir nur die Hundebox da hineinbekommen. A. macht sich daran die Box auseinanderzuschrauben. Da hat ein Taxifahrer, der das alles beobachtet, guten Rat: Die Rücksitze kann man legen… alles hat Platz. „Tusend takk!“
Per Auto  und Fähre geht es nach Tustna. Wir übernachten wieder in Nanas „Hytta“. Niemand zuhause, aber der Schlüssel ist gelegt. Wir haben vorgesorgt und von zuhause Sandwiches mitgebracht. Trude, Nanas Mutter kommt noch für einen kleinen Schwatz vorbei.



Norweger sind allergisch auf Hunde


Mittwoch, 1. Juni


Die Hilde wartet vor dem Båthotell in Vaagland. Einräumen, Segel montieren, Motorcheck … die Gangschaltung klemmt… das Problem lässt sich aber beheben.

Es bläst, die Hilde schaukelt am Steg und es ist kalt. Nachdem die Einkäufe gebunkert sind fahren wir daher wieder zurück zu der komfortablen Hytta in Tustna.

Tomatenspaghetti, Salat und Vino… der AC wärmt die Hytta auf behagliche 20 Grad. Welch ein Luxus!

die Wartezeit auf die Fähre nutzen wir zum Fischkauf

Donnerstag, 2. Juni


Von:    Vaagland                      Nach: Kristiansund

Wetter: bewölkt, später sonnig, 12-15°

Wind: N-NO              5-6 m/s

Ab: 11.20                               An: 16:15

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
22
6
16
Übertrag
-
-
-
TOTAL
22
6
16

Auf dem Weg zum Båthotell verpassen wir die Abzweigung… bis wir den Fehler bemerken sind wir, immer der Südküste entlang, schon bald am andern Ende der Insel.

In Vaagland trennen sich unsere Wege. M. fährt zurück nach Kristiansund und gibt dort das Auto ab. A. & Dixi segeln nach Kristiansund. Guter Wind wechselt sich ab mit Flaute. Der Track zeigt max. Geschwindigkeit 7.3 knt. Das ist ein Saisonrekord, der wohl nicht so leicht zu überbieten ist.

In Kristiansund machen wir noch die restlichen Einkäufe: eine Netcom Prepaid Abo für 3 Monate Internet und Wein für die nächsten Wochen. Zur Belohnung gehen wir im Smia Fischrestaurant fein essen. Feiner Dorsch und Rørosbier; Schmeckt gut und kostet 125kr (15 CHF) die Flasche, das ist auch rekordverdächtig das teuerste Bier, das wir je getrunken haben.

Kristiansund

Freitag, 3. Juni


Von:    Kristiansund               Nach: Straumen (Smøla)

Wetter: Sonne, aber kalt 12°

Wind: N-NO              5-6 m/s

Ab: 10.30                               An: 17:00

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
22
13
9
Übertrag
22
6
16
TOTAL
44
19
25

Sonne und eine kalte Bise aus NO. Wir kreuzen tapfer und kommen gut voran. Dann lässt der Wind nach und kommt dann direkt von vorne. Die letzten Meilen motoren wir.

Straumen ist ein sehr sympatischer Hafen.Viel besser als wir, aufgrund des Fotos im Hafenführer, erwartet haben. Die sanitäre Einrichtungen sind tipp topp. Ein Joker Supermarkt direkt am Hafen. Velos  kann man nicht mieten aber der Hafenmeister leiht uns seine beiden eigenen.

A. tauscht erfolgreich die Bilgenpumpe, die immer wieder anfängt zu pumpen  und nicht mehr abstellt, gegen das bewährte Modell mit Schwimmer aus.

Nachtessen um 22 Uhr….brrrh, bei der Kälte essen wir jetzt immer vor dem Öfeli im „Salong“.
Sonnenuntergang um 23:30 Uhr. Sonnenaufgang um 3:30 Uhr. Es wird gar nicht mehr richtig
 dunkel. Daran müssen wir uns noch gewöhnen.

Am Gästesteg von Straumen



Samstag, 4. Juni


Hafentag

Der Wetterbericht hat schönes Wetter vorhergesagt. Aber die Sonne lässt auf sich warten. Über der Insel liegt eine hochnebelartige Wolkendecke. Wir machen eine Velotour, eine kleine Runde (ca. 30 km). Braune Heide-/Moorlandschaft mit weissenhaarigen Seggengräsern. Gegen 15.00 Uhr verzieht sich die Wolkendecke. Wir besteigen den Rosvollhaugen. Spektakuläre Sicht über den Südteil der Insel. Gegenüber liegen majestätisch die bergigen Inseln Tustna und Stabblandet.

Smøla besteht aus > 3000 Schäreninseln, Holmen und Schären.
Die Einwohnerzahl beträgt 2200. Die meisten finden Arbeit auf der Insel, Schiffbau, Aquakultur, Landwirtschaft und Fischfang.

Boxenstop: windgeschützt im Bushaltestellenhäuschen

Rosvollhaugen: Spektakuläre Sicht auf  die bergigen Inseln Tustna und Stabblandet im Süden.

M. kocht Znacht, Couscous mit Ratatouille. Unterdessen klebt A. mit schwarzen Isolierband Hildes Namen auf den Bug.
Wir essen zum ersten Mal draussen, gewärmt von der Abendsonne und 2-3 Schichten Pullover und Icebreaker-Hemden.
Anschliessend installiert A. erfolgreich das mobile Wi-Fi. Wir haben jetzt mit 1 Sim Karte auf allen Geräten Internetanschluss. (Tusend takk Rainer für den Tipp).

Eine andere moderne Errungenschaft hat heute auch Premiere: die Induktionskochplatte. Klappt bestens, effizient und schnell …. manchmal zu schnell….wir müssen noch etwas üben.

Modern Times:  die Iduktionskochplatte



Sonntag, 5. Juni


Von:    Straumen (Smøla)                  Nach: Kvenvær

Wetter: Sonne, kalt, max. 12°

Wind: NO                   5-6 m/s

Ab: 10.35                               An: 16:45

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
23
14
9
Übertrag
44
19
25
TOTAL
67
33
34




Strahlend schönes Wetter. Kalt  12° …brrrrhhhhh! Dazu noch ein kalter Biswind aus NO. Wir kreuzen tapfer.

Kvenvær hat alles, was wir brauchen: Strom, WC, Dusche und auch einen kleinen Supermarkt. Das Restaurant schliesst schon um 19.00 Uhr. Gut für uns. So können wir bequem unsern Znacht auf der windgeschützten Terrasse essen.

Moni schreibt Geschichte. Sie gewinnt ihren 1. Satz Backgammon mit 6:2.

.....brrrrhhh .....kalt !!!!


Kvenvær: Auf der   windgeschützten Terrasse  essen wir  Znacht


Montag, 6. Juni


Von:    Kvenvær                    Nach: Dolmsundet Marina på Hitra

Wetter: Sonne, kalt (min. 5°- max.12°)

Wind:  NO  4m/s


Ab: 10.35                               An: 16:45

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
17
13
4
Übertrag
67
33
34
TOTAL
84
46
38

Heute scheint wieder die Sonne. Eine leichte Brise aus N, d.h. es ist weiterhin kalt. Wir segeln durch den Dolmsundet durch eine karge Schärenlandschaft. Der Gästehafen ist vor allem eine Basis für Sportfischer aus Tschechien und Russland.

Der Steg mit Metallgitterrost ist nicht geeignet für zarte Hundepfoten. Dixi muss etwas leiden, die Arme! Dafür findet M. einen spannenden Spazierweg, vorbei an einer Hirschfarm und Schafweiden.

Wir essen zum Znacht Spekkelax (gepökelter Lachs) mit Flatbrod, Crème Fraîche und Kartoffeln in der warmen Abendsonne auf der windgeschützten Terrasse des Servicegebäudes. Perfekt!

Wir erfahren erleichtert, wie die Schweiz gestimmt hat. Ganz in unserem in unserem Sinne.

Inzwischen kommen die Angler zurück und machen sich gleich an die Arbeit: Fisch ausnehmen und filetieren. Dafür gibt es eigens eine professionelle Anlage mit Wasserbrause und Rüsttischen und 4 grosse Kühltruhen. Es geht zu wie in einer Fischfabrik. Die Angler arbeiten hart, einige bis spät nach Mitternacht. Nix für Warmduscher, eiskaltes Wasser und glitschige Fische…. das ist Knochenarbeit.

Dolmsundet Marina: der Bootssteg ist nicht geeignet für zarte Hundepfoten



Dienstag, 7. Juni


Von: Dolmsundet                   Nach: Lysøysund, Bjugn

Wetter: Sonne mit Wolken, kalt (max.17°), 15 Uhr – 17 Uhr bedeckt

Wind: NW      1.5-2.5m/s, später NWW 5 m/s


Ab: 9:15                                 An: 17:00

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
34
34
-
Übertrag
84
46
38
TOTAL
118
80
38

Heute ist uns Rasmus wohlgesinnt. Mit einer anfangs leichten Brise aus NW, später zunehmend und auf West drehend machen wir mit halbem Wind gute Fahrt.  Als am Nachmittag die Sonne für ein paar Stunden hinter einer grauen Wolkendecke verschwindet, wird es wieder brrrrh - kalt.

Schweinswal??


Ein perfekter Tag, ohne besondere Ereignisse, sollte man meinen. Denkste! M. hat sich gerade zum Lesen in die Kajüte verabschiedet. A. steuert und navigiert, die Hilde läuft einen Moment aus dem Ruder …. „TUUUUUUT…TUUUUUT“ …. Da sind wir doch beinahe der Hurtigruten vor den Bug gefahren, die unbemerkt ganz nah hinter uns fährt und gerade zum Überholen ansetzt….“Unskyld, sorry… machen wir nicht wieder“.

Der Gästehafen von Lysøysund wird auch hier vom lokalen Bootsclub betrieben. Wir sind das einzige Boot. Perfekte Sanitäranlagen. Mit Fussbodenheizung!! Wir laden Wäsche in die Waschmaschine und gehen in den nahen Supermarkt einkaufen. Es fängt an zu regnen und ist kalt. Zum Glück haben wir ein Öfeli…. In der Kabine ist es kuschelig warm und eng.

Lysøysund



Mittwoch, 8. Juni


Von:    Lysøysund, Bjugn                  Nach: Stocksundet, Kuringa Marina

Wetter: Sonne mit Wolken , kalt (min. 6 max. 9°), einzelne Regenschauer

Wind: NNW   8-10m/s, später 6m/s


Ab: 16:20                               An: 19:0

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
12
12
-
Übertrag
118
80
38
TOTAL
130
92
38


Der Wind pfeift in den Wanten. Draussen ist das Meer weiss mit Schaumkronen. Heute Nacht haben wir das Öfeli die ganze Nacht laufen lassen. Die Hafenauswahl wird fortan vor allem von 2 Kriterien bestimmt: Elektrizität & WC.

Wir warten ab, ob der Wind sich, wie vorhergesagt am Abend legt, und machen eine kleine Wanderung zum Rommefjell. Dort werden wir mit einer tollen Aussicht belohnt. Die Schaumkronen sind weniger geworden, der Wind hat etwas nachgelassen.



Wir wagen es und setzen im geschützten Sund die Segel. Draussen hat es dann aber immer noch reichlich Wind und die Hilde legt sich schräg und saust durch die Wellen. Soviel Schräglage gefällt ja bekanntlich nicht der ganzen Hilde Crew. Dazu kommt noch ab und zu ein Regenschauer, sodass schliesslich alle froh sind als wir am Ziel sind, so richtig durchgefroren!

Wiedermal eine super Anlage des lokalen Bootclubs. Dieses Mal hat es sogar einen Aufenthaltsraum mit Küche, selbstverständlich geheizt. Dort tagt gerade der lokale Strickclub bei Kaffee und Kuchen.



Stocksundet, Kuringa Marina

Donnerstag, 8. Juni


Von:    Stocksundet, Kuringa Marina                        Nach: Bessaker

Wetter: Sonne mit Wolken , kalt (min. 6 max. 9°), einzelne Regenschauer

Wind: NW      5-7m/s


Ab: 12:00                               An: 16:15

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
17
12
5
Übertrag
130
92
38
TOTAL
147
104
43


Wir schlafen bzw. bleiben in unsern warmen Schlafsäcken bis 8 Uhr. Frühstück im warmen Clubhaus. *****Luxus!

Heute hat es weniger Wind, aber aus der richtigen Richtung. Wir kommen gut voran.



In Bessaker ist das Liegen gratis. Für Strom und Dusche wird um eine freiwillige Spende gebeten. Im Hafen hat es einen Joker Lebensmittelladen und ein Restaurant. Ansonsten ist der Hafen auch hier eine Basis für Sportfischer. Dieses Mal vor allem Deutsche.

Wir wandern auf den Hausberg von Bessaker, den Vettanen  (147 m.ü.d.M.). Tolle Aussicht und dann kommt auch noch die Hurtigruten für den Phototermin angefahren!

Im Restaurant essen wir feine Dorschknusperli, mit Ofenkartoffel und Remouladensauce.

Hurtigruten
Bessaker Hafen

Die Fischer aus Deutschland machen sich parat für den grossen Fang


Freitag, 10. Juni


Von:    Bessaker                     Nach: Smavær

Wetter: In der Nacht einzelne Regenschauer, Sonne mit Wolken , kalt (min. 6 max. 9°),

Wind: N          6m/s


Ab: 11:30                               An: 17:11

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
17
16
1
Übertrag
147
104
43
TOTAL
164
120
44

Frühstück in der Joker Kaffeestube
Ein warmes Plätzchen zum Essen zu finden, wird ein wichtiger der Teil unserer Überlebensstrategie. Im Joker hat es eine kleine Kaffeestube. Dort lassen wir uns zum Frühstück nieder.

Nach dem gemütlich warmen Zmorgen legen wir ab. Die Sonne wärmt. Trotzdem haben wir immer noch mehrere Lagen Icebreaker. Sweatshirt, Pullover, etc. angezogen.

Schönes Segeln durch die Schäreninseln. Kahler Fels, dazwischen eingestreut wie Oasen, Bauernhöfe mit grünen Wiesen und ein wenig Ackerland.

Smavær, ist ein kleines Idyll, malerisch gelegen, mit schmucken neuen Häusern. Im Januar vor 2 Jahren, so erfahren wir, ist fast das ganze Dorf abgebrannt. Insgesamt 62 Häuser.

Jetzt ist alles wieder aufgebaut. Ausser einigen deutschen Anglern sind wir vielleicht das einzige und wahrscheinlich erste Gästeboot am neuen Bootssteg. Der Pub, so erzählt uns der stolze Besitzer, soll in 14 Tagen eingeweiht werden. Aber wir sind velkommen unsern Znacht hier zu essen und auf dem grossen Flachbildschirm das Eröffnungsspiel der EM anzuschauen.



Smavær 
Smavær Hafen

Samstag, 11. Juni


Von:    Smavær                     Nach: Rørvik

Wetter: Sonne mit Wolken , kalt (min. 3°- max. 9°),

Wind: N          6m/s,    ab 16 Uhr NO 8 m/s


Ab: 9:15                                 An: 19:30

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
36
21
15
Übertrag
164
120
44
TOTAL
200
141
59

Der Wetterbericht hat für heute Nacht Temperaturen von 3 – 4° vorhergesagt. Ganz so kalt war es tatsächlich wohl nicht. Heute Morgen ist es windstill, sodass wir in der Morgensonne auf der Terrasse frühstücken können.

Vor uns liegt die Überquerung der offenen Folda Sea. Wir ziehen uns warm an, mit allen Schichten Icebreaker –Hemden, Pullovern etc.

Wir kommen mit einer leichten aber konstanten nördlichen Brise ganz voran. Bis dann am Nachmittag der Wind auf NO dreht. Mit Motor & Grosssegel erreichen wir unser Ziel Rørvik, müde und steif gefroren.

Rørvik ist ein nettes Städtchen mit ca. 3000 Einwohnern. Jeden Abend um ca. 21 Uhr treffen die südwärts und die nordwärts fahrende Hurtigruten hier ein. Dann gibt es auch noch die norwegische Möwen, mit 3 Zehen, schwarzen Flügelspitzen und aggressiv sind sie auch: im Tiefflug greifen sie uns an… wie im Hitchcock Film „ Die Vögel“.

Im Restaurant Milano, der Besitzer hat einen türkischen Migrationshintergrund, geniessen wir eine feine Pizza.

Bis wir dann wieder vor Sonnenuntergang (die Sonne geht heute um 00:00 Uhr unter und um 2:30 Uhr wieder auf) in unsere warmen Schlafsäcke kriechen.

die patente Selbststeuerung

Sonntag, 12. Juni



Hafentag.

Wetter: Bedeckt (Norwegischer Hochnebel), ab und zu Nieselregen (Yr)

Wind: N          6m/s,


Wir gönnen uns heute einen Ruhetag. Besuch des Küstenmuseums Norveg. Das Museum gibt einen spannenden Einblick in die mehr als 10 000-jährige Geschichte der Besiedlung der Küste und das Leben der Menschen an der Küste. Angefangen von den ersten Fischern in Ruderbooten, über die hohe  Zeit der Klipp-und Stockfischproduktion bis zu den Aquakulturen und den heutigen Herausforderungen Norwegens als einer der führenden Fischereinationen der Welt.

Lunch im Museum. Logbuch updaten. Fussball gucken im „Fellesrom“ (Gemeinschaftsraum) des lokalen Bootclubs. Deutschland gewinnt mit viel Dusel gegen die Ukraine.

"Hey ihr Schlafmützen....AUFWACHEN!"


Achtung! Möwe im Angriff...
Küstenmuseum 

Montag, 13. Juni



Von:    Rørvik                        Nach: Skei (Leka)

Wetter: Sonne mit Wolken

Wind:  SW 1-2m/s, später N 1-2m/s


Ab: 10.30                               An: 15:00

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
20
-
20
Übertrag
200
141
59
TOTAL
220
141
79


Frühstück im warmen Klubraum. Benzin auffüllen. Ein paar Einkäufe. Dixi spazieren führen.

Leinen los!
Nach einem hoffnungsvollen Hauch aus SW dreht der Wind bald wieder auf N. Wohl oder übel müssen wir halt motoren.

Schon von weitem sehen wir die Insel Leka steil aus Wasser hervorragen. Im Gästehafen sind wir zuerst das einzige Boot. Auf der Hinweistafel des Bootsclubs steht u.a., dass der Club auch Fahrräder verleiht. M. ruft die Nummer an und erkundigt sich auf norwegisch, wo und wie die Velos zu haben sind. An dieser Stelle müssen wir mal M. ein Kränzlein winden, für ihre norwegischen Sprachkenntnisse und vor allem, für deren mutigen Einsatz.

Unter den alten rostigen Drahteseln vor dem Klubhaus, finden wir 2 mit ausreichend Luft. M’s Velo hat zwar vorne und hinten einen schrecklichen  Achter im Rad, dass man ganz schwindelig wird, wenn man hinterher fährt. Wir fahren die Rundstrecke um die Insel. Mit einer Abkürzung etwas mehr als 20km.

Auf der Südseite sieht Leka aus wie alle andern Inseln - schwarz & grau. Auf der Nordseite sind die Steine, je nach Tageszeit, gelb oder rot. Material, das von einer tieferen Erdkruste, beim Auseinanderdriften der tektonischen Platten Amerika und Europa, an die Oberfläche befördert wurde.

Wir essen gemütlich im warmen Zentrum. Die Waschmaschine ist gefüllt. Wir sind mit uns zufrieden… „ein perfekter Tag“. Doch dann werden wir unverhofft daran erinnert, dass heute der 13. ist. Urplötzlich öffnet sich der Laptop mit neumodischen Apps…. Outlook ist verschwunden… und lässt sich einfach nicht mehr in die alte klassische Windows Version umwandeln. Häx häx… oder irgend so ein sich selbst installierender up-date… Um Mitternacht ist das Problem dann behoben… „system restore“ bringt alles wieder in der gewohnten Darstellung. Das nächste Problem bemerken wir am nächsten Morgen…. Kein Internet mehr. Die 6 GB Credit sind aufgebraucht….

Skei, Leka (Hafen)
Velotour rund Leka

Rote Felsen aus dem Erdinnern

Dienstag, 14. Juni



Von:    Skei (Leka)                 Nach: Brønnøysund

Wetter: Sonne

Wind:  NO 3m/s, später N/NO 6-7 m/s


Ab: 10.15                               An: 16:15

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
27
8
19
Übertrag
220
141
79
TOTAL
247
149
98

Sonne. Blauer Himmel. Mit Segel und Motor vorbei an kargen Felsen. Am Horizont schneebedeckte Berge. Voraus liegt der Torghattan, der Berg mit dem Loch (160m lang und 35m hoch). Die Hurtigrutten fährt extra einen Schlenker, damit die Passagiere es sehen können.
Brønnøysund liegt in der geographischen Mitte Norwegens. Von hier ist es gleich weit zum Kap Lindesnes wie zum Nordkap.

Voraus liegt der Torghattan...
... der Berg mit dem Loch


Gleich nachdem wir festgemacht haben, macht sich A. auf die Suche nach einem Netcom/ Telia Shop um den Credit wieder aufzuladen. Leider gibt’s keinen, aber im COOP Electro findet er einen Verkäufer, der sich die Zeit nimmt und hilft, das Konto wieder aufzuladen. Anruf bei Telia, Guthaben kaufen, SMS an Telia schicken… hurra es funktioniert wieder.

Auch hier hat es ein Servicegebäude, ausgestattet mit allem, was man braucht: Dusche, WC, Waschmaschine/Trockner und ein Aufenthaltsraum mit Küche.
Heute sehen wir zum ersten Mal die Sonne untergehen; um 0:30 Uhr  geht sie unter und 1:30 Uhr geht sie wieder auf.



Brønnøysund
Mitternachtstimmung

Mittwoch, 15. Juni



Von:    Brønnøysund                  Nach: Igerøya (Vega)

Wetter: Sonne, 9°

Wind:  N 6 m/s, später N 8-9 m/s


Ab: 11:45                               An: 17:30

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
17
13
4
Übertrag
247
149
98
TOTAL
264
162
102


Unser Ziel die Insel Vega
„Nur ein Katzensprung“, sagt A.  Aber wir müssen kreuzen und die Wellen bremsen. So dauert der „Katzensprung“ etwas länger. Ausserdem legt sich die Hilde immer wieder schräg, was bekanntlich, nicht allen Crewmitgliedern gefällt. Für Anspannung  sorgt  da noch ein Frachter, der gemäss M., direkt auf uns zu hält. Kurswechsel... wir lassen ihn vorbeiziehen.... und kreuzen wieder harmonisch weiter.
Spannende Einfahrt in den Hafen: wo ist den hier die Einfahrt? Dank Navionics (I-Pad) und Hafenhandbuch finden wir die Einfahrt, ... quasi durch die Hintertüre.

Igerøya ist eine kleine Idylle mit schönem Blick auf die schneebedeckten Berge auf dem Festland. Auch hier hat der Bootsclub einen geheizten  "Fellesrom" mit Küche. Willkommener Luxus.

Vega, so lesen wir bei Wikipideia, ist auf der UNESCO Liste der Weltkulturerben. Nicht für die veganische Esskultur :-), sondern für die über 1500-jährige Fischerei - und Landwirtschaftsgeschichte. Speziell ist dabei das harmonische Zusammenleben von Mensch und Tier. Traditionell wurden hier Nistplätze für die Eiderenten eingerichtet und nachdem die Jungen flügge geworden waren, wurden die Daunen der Enten gesammelt und verarbeitet. Aus den Daunen wurden besonders hochwertige Bettdecken hergestellt und seit dem 9. Jahrhundert nach ganz Europa verkauft

Der Hafen von Igerøya

Fischzucht und Blick auf schneebedeckte Berge auf dem Festland

Apèro auf der windgeschützten Terrasse 

Donnerstag, 16. Juni



Von:    Igerøya (Vega)                       Nach: Tjøtta, Alsta

Wetter: a.m     Regen
             p.m.    Sonne, max. 15°

Wind:  N 2-5 m/s


Ab: 12.15                               An: 16.15

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
12
8
4
Übertrag
264
162
102
TOTAL
276
170
106

Heute ist es tatsächlich ein „Katzensprung“ – ohne kreuzen. Nur schläft irgendwann mal der Wind ein.

Kaum haben wir in Tjøtta festgemacht werden wir von Gütte, Mitglied des lokalen Bootklubs, willkommen geheissen. Wieder steht uns das Klubhaus mit sanitären Anlagen, Waschmaschine etc. zur Verfügung. Einziger Minuspunkt: von 23 Uhr bis 9 Uhr ist das Klubhaus (inklusive WC) geschlossen. M. rekognosziert schon mal die „Friluft“-Alternative.

Das Klubhaus hat einen neuen Fernseher, der aber noch nicht in Betrieb ist.  Gütte lädt uns zu sich nach Hause ein. Der Fussballfernsehabend ist gerettet.

Wir erklimmen einen Hügel mit einer Statue zu Ehren aller Seefahrer, die auf hoher See ihr Leben gelassen haben. Von dort haben wir wieder eine prächtige Aussicht auf Tjøtta und die benachbarten Inseln und Berge. Es ist warm geworden, ein richtiger T-Shirt Tag.

Auf dem Rückweg kommen wir an einem stattlichen Hof vorbei, dem ältesten (1000 Jahre) und grössten Hof in Nord-Norwegen. Heute dient er als Bioforschungsinstitut.

Znacht, „friluft“ auf der Hilde. Danach schauen wir bei Gütte und seiner Frau Hilde (!) Fussball: Polen – Deutschland 0:0.

Neben dem Fussball erfahren wir auch ein bisschen über das Leben in Tjötta. 300 Einwohner zählt das Dorf. 7 Vereine gibt es, vom Bootklub bis zum Strickklub. Die Mitglieder leisten alle viel „dugnad“ (Gemeinschaftsarbeit).

 
Willkommen in Tjøtta




T-Shirt Wetter
Tjötta Hafen 
Der älteste und grösste Hof von Nordnorwegen, heute ein Bioforschungsinstitut

Freitag, 17. Juni



Von:    Tjøtta              Nach: Sandnessjøn



Wetter:            graue Wolkendecke, max. 9°


Wind:  N 3-5 m/s (laut Wetterbericht)


Ab: 11.30                               An: 20:00

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
25
12
13
Übertrag
276
170
106
TOTAL
301
182
119


Wir sind ja etwas verrückt, aber es gibt noch verücktere! Gerade als wir am Ablegen sind fährt einer im Ruderboot („motvindet“) in den Hafen ein und macht am Gästesteg fest. Olaf ist vor 5 Wochen in Bergen losgerudert. Ziel Lofoten. Schlafen? Ja er hat 2 Zelte… aber nach einem Tag Rudern ist er meist zu faul, das Zelt aufzuschlagen und kriecht Kopf voran in den Bug…. auch wenn er bei Regen nasse Füsse bekommt..., nach 10  Stunden Rudern schläft man auch, wenn die Füsse im Regen sind…“
 
Olaf mit seiner "motvindet"

Der Wetterbericht meldet eine near Gale Warnung…wir nehmen daher lieber die innere Route durch den Fjord…. Mit einer leichten Brise aus N sollte das segelnd möglich sein. Doch dann müssen wir leider feststellen, dass der Wind dreht und immer wieder von vorn kommt.


In Sandnessjøn machen wir im Stadthafen fest. Der Hafen hat keine sanitären Anlagen. Aber für 100 kr. kann man diese im Hotel Clarion benutzen. Eine halbe Meile westlich ist der „smabåthavn“ des lokalen Bootclubs. Wir haben keine Lust mehr zu zügeln und kommen gerade noch rechtzeitig (9 Uhr), bevor das Buffet im Clarion schliesst.  

wir segeln vorbei an den " 7 Schwestern"

 bald am Ziel....Sandnessjøn

Samstag, 18. Juni



Von:    Sandnessjøn               Nach: Nesna

Wetter:            graue Wolkendecke, ab und zu Regen, max. 9°

Wind:  N 6-9 m/s

Ab: 11.30                               An: 16:15

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
17
14
3
Übertrag
301
182
119
TOTAL
318
196
122

Nach einer Dusche (Luxus mit weissen Badetüchern) im Clarion Hotel, gönnen wir uns das Frühstücksbuffet im Hotel. Am Nebentisch, ein Schweizer Ehepaar. Sie sind mit dem Velo unterwegs, vom Nordkap bis nach Trondheim. Was sie erzählen tönt spannend und anregend.

Für heute Abend ist für die äusseren Küstengebiete Sturmwarnung angesagt.  Aber auch in den Schären bläst es ab und zu ganz ordentlich. Wir haben Glück, nach ein paar Kreuzschlägen, können wir am Wind direkt nach Nesna segeln.




Ein kräftiger Regenschauer, der Wind brist auf …. kalt und nass erreichen wir Nesna. Der lokale Bootsklub führt ein Luxus-Klubhaus. Sogar TV und Wlan gibt’s. Ein idealer Ort zum Abwettern. Morgen ist nämlich für den ganzen Tag Regen angesagt.

Spaziergang durchs Dorf und Einkauf im SPAR.  Apéro im warmen Klubhaus. Unterdessen trocknet das Öfeli auf der Hilde unsere nassen Sachen.

Wir bemerken, dass wir unsern altgedienten Wasserkocher in Tjøtta vergessen haben.


Sonntag, 19. Juni



Nesna, Hafentag

Wetter:            Regen, Regen, Regen (+- den ganzen Tag) 6-9°

Wind:  N 6-9 m/s


Heute regnet es den ganzen Tag. Am Vormittag noch Nieselregen (yr). Ab 14 Uhr schifft es ohne Unterbruch. Dazu bläst ein kalter Nordwind.
Da sind wir schon froh um die warme Stube im Klubhaus. Das Haus ist sehr geräumig, 2 grosse Sofaecken, Esstische und eine grosse Küche, mit allem Drum und Dran, sogar einen Geschirrspüler hat es. Im Oberstock gibt’s einen TV-Raum, PC und Wlan. Was will man mehr?



A. aktualisiert den Blog, M. wandert mit Dixi zum Utsikspunkt (226 m). Sie ist nicht allein  unterwegs. Joggerinnen, Familien mit kleinen Knirpsen .... im Regen… die Norweger sind immun gegen Nässe und Kälte. Auch einem Elch begegnet sie. Dixi will ihn verfolgen, lässt sich aber mit einem lauten „PLAAAATZ“ davon abhalten. Die Joggerin, die das beobachtet hat, rät zur Vorsicht. Eine Elchkuh mit Kalb geht auch schon mal zum Angriff über.

Fussballabend. Die Schweiz spielt gegen Frankreich, mit viel Dusel schaffen sie ein 0:0 und den Einzug ins Achtelfinal. Im Quirkle gewinnt A. hingegen ganz klar.

Montag, 20. Juni



Von:    Nesna                         Nach: Sleneset

Wetter:            a.m.: graue Wolkendecke, Regen, max. 9°
                        p.m.: Sonne, blauer Himmel

Wind:  N –NO-NW 2 m/s

Ab: 12.20                               An: 17:00

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
16
2
14
Übertrag
318
196
122
TOTAL
334
198
136

Flaute. Motoren. Die graue Wolkendecke lichtet sich. Als wir in Sleneset eintreffen ist es strahlend schönes Wetter. Wir sind wieder das einzige Boot im Gästehafen. Den Schlüssel zum Klublokal finden wir im Kasten zusammen mit den Umschlägen für die Hafengebühr. Neues Klublokal, sehr gemütlich. Küche, TV, Terrasse mit Blick auf den Hafen. Nach einem Apèro in der Sonne, leihen wir uns 2 Velos (diesmal ohne 8-ter) und pedalen über die Insel zur Fähranlegestelle und machen dann zu Fuss die gut markierte Wanderung, an einem See entlang, zum Westteil der Insel.

Nach dem Nachtessen eine weitere Partie Backgammon. M. gewinnt und führt jetzt im 2. Satz 6:5.

Sleneset liegt am nordöstlichen Ende von Solvær. Der Name soll von der Mitternachtssonne herrühren, die man hier besonders gut sehen kann. So steigen auch wir um Mitternacht auf den kleinen Hügel hinterm Klubhaus. Ausgerüstet mit Sonnenbrillen beobachten wir zum ersten Mal, wie die Sonne nicht mehr untergeht. Sie steht über dem Horizont und geht und geht nicht unter.

Flaute


Sleneset: Gästehafen mit Klubhaus 
 "....Proooost..."
Reger Fährverkehr
Per Velo und zu Fuss erkunden wir die Insel
Dixi eröffnet die Badesaison
Mitternachtssonne....die Sonne geht nicht mehr unter
Mitternacht: Blick nach Süden auf die "Sieben Schwestern"
Mitternacht: Blick nach Norden

Dienstag, 21. Juni



Von:    Sleneset                      Nach: Tonneshavn, Lurøy

Wetter:            a.m.: graue Wolkendecke, Regen, max. 11°
                        p.m.: bedeckt, gegen Abend Wolkenlücken

Wind:  S-SW 5 m/s , in Böen 8-10 m/s

Ab: 11.20                               An: 14:00

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
14
14
-
Übertrag
334
198
136
TOTAL
348
212
136



Für das Gebiet weiter draussen ist für heute Abend Gale Warning angesagt.
Sobald die letzten Regenschauer sich verzogen haben legen wir ab. Anfangs geht es noch ganz gemütlich. Dann brist es auf und die Hilde saust los wie der Teufel.

Heute purzeln die Saisonrekorde:

Durchschnittliche Geschwindigkeit:             5.2 knt
Max. Geschwindigkeit:                                  7.9 knt

Tonneshavn ist wieder ein Bootsklubhafen mit einem gemütlichen Klubhaus, leider ohne TV.  (heute spielt Deutschland-Polen).

Wir wandern ins „Dorf“ zum Joker Laden und suchen  nach einem TV. Leider ohne Erfolg. Auf dem Rückweg machen wir einen Abstecher und steigen zur Helargrotte auf. Riesiges Loch im Berg, 50 m hoch und 160 m lang. Vor 20‘000 Jahren, als der Meeresspiegel noch viel höher lag, vom Meer ausgewaschen,

Wir kochen und essen im gemütlich warmen Klubhaus. A. findet, dass er Fussball auch auf dem Computer gucken kann…. spannend aber leider ohne Tore.

M. schreibt Geschichte! Sie gewinnt den 2. Satz des Backgammonturniers (7:5) und damit ihr 1. Backgammonspiel.

Die Wolkendecke reisst auf und die Sonne kommt noch mal kurz hervor. Dann fängt es an zu blasen, der vorhergesagte Sturm (in etwas abgeschwächter Form) schaukelt uns in den Schlaf.

Tonneshavn
Das gemütliche Kubhaus 
Matchball zum 7:5

Mittwoch, 22. Juni



Von: Tonneshavn, Lurøy                   Nach: Rødøya, Klokkergarden

Wetter:            a.m.: bedeckt,  max. 13°
                        p.m.: auflockernd, gegen Abend Sonne, leicht bewölkt

Wind:  S-SW -5 m/s

Ab: 9:45                                 An: 12:45

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
12
12
-
Übertrag
348
212
136
TOTAL
360
224
136

Eine kurze Etappe. Angenehmes Segeln vor dem Wind, keine Wellen. So wie’s die Hildecrew liebt.

Beinahe wären wir, ohne es zu wissen, über den Polarkreis gesegelt. Zum Glück hat M. die Weltkugel auf der kleinen Insel Vikingen noch bemerkt.

Wir passieren den Polarkreis

Der Gästehafen ist ein populäres Ausflugsziel, sagt unser Hafenführer. Als wir dort ankommen, sind wir aber noch das einzige Boot. Erst später kommen 3 weitere dazu.

Der Hafen ist sehr hübsch, mit Tischen und Bänken und einem Grill fürs Barbecue.

Gestärkt von einem kleinen Lunch (Risotto Resten) schnüren wir die Wanderschuhe und steigen zum 440m hohen Gipfel Rødøyaløva auf. Steiler Aufstieg ….„ a bit rough – Norwegian style.“ Immer wieder braucht es einen kurzen Halt, um die Aussicht zu geniessen.

Kurz vor dem Gipfel wird es M. & D. zu „klettrig“. „Aber so kurz vor dem Gipfel kann man ja nicht aufhören“,  findet A. und klettert weiter bis zum Gipfel. Eintrag ins Gipfelbuch, Punkte gesammelt für das „Polarsirkel Trimmen“.

Nach ca. 3 Stunden sind wir wieder zurück von unserer Wanderung. Wir leihen uns 2 Velos und radeln ins Dorf. Unterwegs entdeckt A. eine Fischfabrik und kauft radebrechend mit Händen und Füssen einen Fisch (einen Sei oder Seelachs). Der gute Mann nimmt sogar noch den Gabelstapler in Betrieb, um einen passenden Fisch zu finden. Der Kleinste hat  aber  immer noch mehr als 1 kg. 20 Kroner (ca. 2.50 CHF)  will der Fischer dafür …. endlich mal etwas, was in Norwegen billiger ist als zu Hause. M. wartet derweil im sicheren Abstand… ihr geht es mit Fisch, wie dem Teufel mit dem Weihwasser.

Heute wird die Grillsaison eröffnet. Der Fisch mit Salz und Pfeffer gewürzt und in Alufolie eingewickelt. Ebenso die berühmten Dillkartoffeln.

Wir essen gemütlich „friluft“ … es ist angenehm warm bis die Sonne hinter den Bergen verschwindet. Ein paar Mücken…schön, dass es sie auch noch gibt. M. hält sich beim Fisch vornehm zurück …. Dixi hingegen findet so einen Fisch Znacht  .....mmmmmmhhhh-Fein.

Es lockt der Gipfel.... Rødöyaløva (440m)
Aufstieg zum Rødöyaløva
".... genug geklettert, wir warten lieber hier...."
Grandiose Ausblicke belohnen die Mühen des Aufstiegs
Blick auf den Hafen
".... mit Salz und Pfeffer würzen und dann ab auf den Grill...."
Die Grillsaison ist eröffnet...


Abendstimmung 

Mittwoch, 22. Juni



Von: Rødøya, Klokkergarden                        Nach: Halsa, Meløy

Wetter:            a.m.: Bedeckt, leicht bewölkt
                        p.m.: auflockernd, gegen Abend Sonne 20°

Wind: Flaute

Ab: 13:00                               An: 16:35

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
16
-
16
Übertrag
360
224
136
TOTAL
376
224
152



Friedliches friluft-Frühstück in der warmen Sonne. Dann beginnt es zu tröpfeln und wir müssen wir müssen auf eine Terrasse  unter das Dach einer Hytta zügeln.

Anschliessend macht sich A. daran ein tropfendes Fenster in der Kajüte abzudichten und M. wandert über Stock und Stein und Sumpf zum „Storsand“. Ein Sandstrand ausgestattet mit Grillhaus und Bänken… ein schöner Picknick Platz.

Kein Wind. Wir müssen motoren. Am Horizont sehen wir mächtig weiss den Engenbreen/Svartisen, 2-grösster Gletscher Norwegens. Unser Ziel für Morgen.

Idyllischer Hafen in Halsa. Gemütliches Klubhaus, neuer Gästesteg. Wieder sind wir die einzigen Gäste. Im nahen SPAR kaufen wir ein: ein grosses Flintsteak für den Grill. Es ist einigermassen warm… ein paar Mücken …, ein paar Regentropfen … aber auf der Terrasse des Klubhauses finden wir Schutz. Es fühlt fast schon wie Sommer an.


" ....Flaute ist schön..."

der Svartisen Gletscher.... unser Ziel für Morgen



Freitag, 24. Juni



Von: Halsa, Meløy ,               Nach: Engen, Svartisen und retour nach Halsa, Meløy

Wetter:            a.m.: Regen, bedeckt
                        p.m.: gegen 11 Uhr auflockernd, dann Sonne, blauer Himmel,  13°

Wind: a.m. Flaute p.m. NW 2-4 m/s

Ab:      9:40 (Halsa)                           An:             11:45 (Engen)
            17:00(Engen)                         19:15 (Halsa)

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
18
-
18
Übertrag
376
224
152
TOTAL
394
224
170

Heute Morgen regnet es immer noch. Wir vertrauen dem Wetterbericht und fahren los. Kurs Engen/Svartisen.

Gerade rechtzeitig, als wir in Engen ankommen, lockert sich die Wolkendecke auf und wir sehen die Gletscherzunge Engenbreen. Wow!

Eine Luftaufnahme von Engenbreen/Svartisen schmückt den Buchdeckel unseres Harbour Guides. Jetzt haben wir die Möglichkeit ihn selbst zu entdecken.

Wir machen uns auf zum Gletscher und wandern, anfangs auf einer Naturstrasse am Gletschersee entlang. Dann auf einem markierten Rundweg, über die vom Gletscher glatt gehobelten Felsen zum Gletscher. Immer wieder bleiben wir staunend stehen und geniessen den Blick auf den mächtigen Gletscher und zurück auf den Gletschersee und den Fjord. Wunderschön! Das Highlight unserer Reise.

Auf dem Rückweg überholt uns ein schwitzender Jogger. Wir kommen ins Gespräch und erfahren, dass jährlich ca. 25‘000 Besucher hierher kommen. 5000 auf Kreuzfahrtschiffen, die andren mit einem Ausflugsprogramm der Hurtigruten. Er freut sich über unsere Komplimente für die schöne und perfekt markierte Rundtour und erzählt uns, dass er dafür verantwortlich sei.

Auf der Terrasse der Brestua am Gletschersee geniessen wir eine Glace und einen letzten Blick auf den Gletscher und tuckern dann zurück nach Halsa.

der Svartisen/Engabre Gletscher mit dem Engabrevatnet Gletschersee
Aufstieg zum Gletscher
Ziel erreicht!
Jetzt folgt .....
.... der Abstieg
noch ein letzter Blick 



Samstag, 25. Juni



Von: Halsa, Meløy ,               Nach: Inndyr

Wetter:            a.m.: Sonne dann bewölkt
                        p.m.: bedeckt, 10°

Wind: N 5 m/s später abflauend (1-3m/s)

Ab:      11:30                          An:      18:30
                       

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
28
9
19
Übertrag
394
224
170
TOTAL
422
233
189

Vor dem Ablegen gibt es noch Kaffee mit Waffeln im Klubhaus. Täglich zwischen 11 -14 Uhr. Scheint beliebt zu sein. Bis jetzt waren wir immer allein. Wir haben uns schon gewundert wo die Mitglieder geblieben sind.

Wir fahren mit Motor (der Wind kommt wieder mal von vorn) durch eine abwechslungsreiche und steil aus dem Meer emporragende Insellandschaft.

Unterwegs verfolgen wir live das Fussballspiel Schweiz : Polen….  Hopp Schwyz!!!…. Schade …. Nix Viertelfinal.

Inndyr: Wir legen uns längs an den Gästesteg. Wieder sind wir die einzigen Gäste. Doch bald nicht mehr: Ein grosses Serviceboot für die Fischzucht macht fest und braucht bald die Hälfte des Stegs, ein kleines Motorboot und dann quetscht sich noch ein Fischkutter bedrohlich nah an Hildes Heck, dass A. vorsichthalber den Flaggenstock einholt. Partymusik dröhnt aus dem Dorf…sie kommen wohl alle zur Party.

Das Klubhaus, heute mal ohne Küche, aber sonst ist alles tip top und die Stube ist gemütlich warm.

Nachts zwischen 2-3 Uhr kommen die fröhlichen Partygänger wieder zurück und legen, Gott sei Dank, auch bald wieder ab und wir können friedlich weiter schlafen.

2 Kajakfahrer haben ihre Kajaks an Land gezogen und auf einer Wiese ein Zelt aufgeschlagen, einer schläft „friluft“ im Schlafsack. Da haben wir es ja auf der Hilde ganz luxuriös.

Der Hafen von Inndyr
im Vergleich zu den Kayakfahrern, haben wir ja auf der Hilde schon "Kreuzfahrtschiffkomfort"


Inndyyr: Schulen für Fischerei und Aquakultur

Sonntag, 26. Juni



Von: Inndyr                Nach: Sørarøy, Krokholmen

Wetter:            Sonne, leicht bewölkt  14°

Wind: N-NO 4-5 m/s

Ab:      12:30                          An:      15:30
                       

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
28
9
19
Übertrag
394
224
170
TOTAL
422
233
189

Ausschlafen. Bis 9 Uhr.

Der Wind ist günstig. Sollen wir direkt nach Bodø oder noch einen Halt auf der nahen Insel Sørarøy, Krokholmen einlegen? Wir nehmen es gemütlich und nehmen Kurs auf Sørarøy. Wir kreuzen tapfer bis vor den Hafen.

....unterwegs nach Sørarøy

Der Gästehafen, auf der Sørarøy gegenüber liegenden Insel Krokholmen, ist ein Idyll. Bei der Einfahrt werden wir von einer Robbe begrüsst, die staunend aus dem Wasser guckt: …“ja wer kommt denn da?“

Am Steg liegt ein norwegisches Segelboot, das dann gegen Abend wieder ablegt. Wir sind allein. Die Gästebrygge ist eine ehemalige Fischtrocknerei. Mit Drähten bespannte Holzgestelle sind noch intakt.

Wir erkunden Krokholmen. Am Horizont können wir Bodø sehen. Dixi freut sich über die Gesellschaft von 2 Hundenmännern.

Wir grillen wieder ein grosses Flintsteak und essen schön gemütlich. Im Windschatten ist es sommerlich warm.

Gegen Abend ziehen wieder graue Wolken auf. Laut Wetterbericht soll der Wind auf SSO drehen. Wieder Gale Warning für das Gebiet Rørvik-Bodø. Die gelben & roten Starkwindgebiete sind aber diesmal über dem Land und nicht draussen auf hoher See.

Der Gästehafen von Krokholmen 
".... s bitzili schaucklig die Hängebrücke.."


Am Horizont sehen wir Bodø


Auf dem Grill brutzelt schon ein XXL -Flintsteak

Montag, 27. Juni



Von:  Krokholmen               Nach: Bodø

Wetter:            Sonne, leicht bewölkt  , warm >20°

Wind: morgens SSO >11m/s später abflauend und wieder zunehmend SSO 2 – 8m/s

Ab:      11:30                          An:      15:00
                       

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
14
14
-
Übertrag
422
233
189
TOTAL
436
247
189


Heute Morgen um 3 Uhr fängt es an zu blasen. Der Wind heult durch die Drähte der Stockfischgestelle. Ein warmer Südwind. Rasmus hat den Föhn angestellt.

Dann lässt der Wind aber nach, früher als vorhergesagt. Wir legen ab zur letzten Etappe nach Bodø. Rasmus spielt ein bisschen mit den Windknöpfen, dreht sie manchmal ganz zu und dann plötzlich wieder auf, dass uns schon ganz bange wird, ob jetzt doch noch der angekündigte Starkwind kommt.

Segel bergen und wieder setzen führt dann zu etwas Hektik an Bord. Aber zu viel Harmonie ist ja auch langweilig und ein kleiner Adrenalinstoss ist ja vielleicht ab und zu ganz gesund.

Wir kommen auf jeden Fall gut in Bodø an.

Jetzt müssen wir bis Donnerstag auf Ladina warten und die Hilde Crew bekommt für die nächsten Tage wohlverdienten Landgang.

Der Gästehafen von Bodø ist stolz auf sein modernes vollautomatisiertes Bezahlsystem. Das leider nicht funktioniert. Wir bezahlen mit Kreditkarte bekommen aber auf der Quittung keinen QR-Code mit dem sich die Tür zum Servicegebäude öffnen lässt. Die Harbour Hostess schickt den Code per E-Mail, aber auch das funktioniert nicht …. Aber frau ist flexibel; die Tür wird mittels Teppich im Türspalt über Nacht offen gehalten.

Nachdem die Modern Times Probleme gelöst sind, machen wir uns auf zur Erkundung der Stadt, lassen uns in der Tourist Information beraten und essen schliesslich bei Pepe feine Pizza.

"Bodø wir kommen!!"


Dienstag, 27. Juni


Bodø Hafentag

Wetter: morgens noch Regen, dann bedeckt und gegen Abend Wetterbesserung (Wolkenlücken)






Mit dem Bus fahren wir ca. zum Saltstraumen, dem grössten Gezeitenstrom der Welt. Durch einen 2.5 km langen und 150 m breiten Sund strömen im Wechsel der Gezeiten  fast  400 Millionen Kubikmeter Wasser in die Meerenge hinein und wieder hinaus. Der Strom erreicht dabei Geschwindigkeiten von bis zu 40km/h. Auf beiden Seiten entstehen gewaltige Strudel, die bis zu 10 m Durchmesser und 4m Tiefe erreichen können. Eine Brücke bietet eindrucksvolle Ausblicke über dieses Naturspektakel.

Hafengebühr Teil 2: Die Tür zum Servicegebäude ist wieder verschlossen und wir haben immer noch keinen QR-Code.
Ein Anruf bei der Hafenbehörde bringt jetzt die Chefin persönlich auf den Plan. Das Problem, warum der Bezahlautomat keine Quittung mit QR-Code ausspuckt, ist schnell erkannt: die Papierrolle ist leer… die Rolle ist auch schnell ausgetauscht… nur will sich das Papier nicht einfädeln lassen… Fazit die Maschine druckt immer noch keine Belege. Also schreibt die Chefin von Hand einen Beleg und gibt uns 2 Zettel mit QR-Code … und siehe da ….Sesam öffne dich … die Tür geht auf.

Znacht im im Bryggeri Kaia. Fish & Chips auf der Terrasse mit Heizstrahlern

Mittwoch, 29. Juni


Bodø

Wetter: Sonne & Wolken, warm 20°

Vormittag: Wäsche waschen. Hildes Logbuch aktualisieren und in der Bibliothek (superschnelles Internet) auf den Blog posten. Coiffeur (MK). DNT Office für Karten und Wanderführer für die Lofoten.

Bodø Hafen 


Nachmittag: Wanderung auf den Keiservarden, Bodøs Aussichtsberg und beliebtes Ausflugsziel. Benannt nach Kaiser Wilhelm II nach dessen Besuch 1889.

Leider wird nichts mit dem Panoramablick. Als wir oben sind verhüllt sich der Gipfel im Nebel.

Znacht wieder im Bryggeri Kaia. Muscheln (A.) und Hamburger (M)

Wanderung zum Keiservarden, beliebtes Ausflugsziel und Aussichtspunkt

"Panoramablick" :-(

Donnerstag, 30. Juni


Von: Bodø                 Nach: Landegode sør

Wetter:   Sonne, leicht bewölkt  , warm >20°, abends stark bewölkt und ein paar Regenspritzer

Wind:     SO 3-4m/s

Ab:        18.00                          An:      20:30
                       

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
9
6
3
Übertrag
446
257
189
TOTAL
455
263
192


Coiffeur (A.), Einkaufen (Lebensmittel, Wein, neue Jeans  für A. (3 für 2 im Heilsarmee Second Hand Shop). Blog aktualisieren. Vom 17. Stock des Scandic Havet Hotels geniessen wir einen tollen Panoramablick.


Panoramablick vom 17. Stock des Scandic Hotels ....am Horizont die Insel Landegode ....
Bodø Hafen und im Hintergrund der Flughafen

Pünktlich um 17 Uhr landet Ladina. M. holt sie am Flughafen ab, vom Hafen zum sind es ca. 10-15 Minuten zu Fuss.

A. hat unterdes die Hilde segelfertig gemacht. Willkommen Ladina…. Leinen los!


Wir segeln mit einer leichten und achterlichen Brise und machen nach 2 ½ Stunden in Landegode am Gästesteg fest. Dort liegt schon der Seeadler, ein Schulschiff der Hanseatischen Yachtschule (DHH).

Am Gästesteg  hat es Strom und Wasser. Als wir in der stillgelegten Fischfabrik ein Schild „Toaletter“ entdecken, sind alle Bedenken der Crew zum heutigen Liegeplatz verflogen.

Gästehafen von Landegoda


Die Frauen inkl. Dixi erkunden die Insel. Ein Dorf, wie aus Astrid Lindgrens Büchern.  Schule, im Hafen ein Landhandel, genossenschaftlich betrieben von den 50 Einwohnern der Insel. Der  uns das erzählt, ist Kapitän auf einem Tanker. Er findet Landegode „ the best place to live on….“

Zum Znacht gibt es Gschwellti mit Rächerlachs und – forelle.

Am Horizont sehen wir unser Reiseziel, die Lofoten

Freitag, 1. Juli


Von: Landegode sør                Nach: Reine (Lofoten)

Wetter:            Nachts regnet es, dann immer sonniger, warm 15°
Wind:              SW 0-2m/s

Ab:      8.30                            An:      19:00
                       
Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
45
0
45
Übertrag
455
263
192
TOTAL
500
263
237

Heute Nacht hat es noch kräftig geblasen und geregnet. Für heute hat der Wetterbericht 4-6 m/s aus SW vorausgesagt.  Doch davon bleiben nur noch viele unruhige alte Wellen ohne Wind übrig. Wir müssen motoren … Dafür wird das Wetter immer schöner…. ein richtig schöner warmer Sommertag und irgendwann werden auch die Wellen weniger und angenehmer. 







Am Horizont sehen wir die Lofoten immer grösser werden. Und dann sind wir da. Grandiose Einfahrt in die Bucht von Reine. Berge ragen steil aus dem Wasser. Eine Landschaft, wie in Tolkiens Herr der Ringe.


Am Gästesteg quetschen wir uns zwischen eine dicke Motoryacht und ein schwarzes Power Boat. Der Besitzer der Motor Yacht fürchtet um seine Yacht und verholt sie freundlicherweise ein Stück weit weg.

Wir erkunden den Ort. Ein Restaurant mit Pub „ Tonight we show Football” steht auf einer Tafel.  Café, Laden und Tankstelle, alle in Reichweite. Holzgestelle mit grossen Fischköpfen zum Trocknen aufgehängt und zum Export nach Nigeria bestimmt. Daneben ein grosser Parkplatz mit unzähligen Wohnmobilen.
Wir essen Fisch & Chips in der Hafenbeiz und kriechen dann bald in unsere Schlafsäcke und sinken erschöpft, von der schaukligen Überfahrt, in den Schlaf.






Samstag, 2. Juli


Hafentag


Wetter: Sonne, warm >20° …. Ein richtiger Sommertag.

Viel Aktivität am Steg weckt uns. Boote werden umparkiert, um Platz zu schaffen für ein Taxiboot des Kreuzfahrtschiffs MS Europa. Treppchen und ein Tischchen mit Plastikblumenstrauss und ein Getränkestand werden aufgestellt … die arme Hildecrew bekommt 2 Dosen Cola geschenkt…“merci vielmohl Heiko!“ Bald treffen auch schon die ersten Kreuzfahrtpassagiere zum Landausflug ein…. die Hilde und die Crew wird fleissig fotografiert und interviewt…. wie im Zoo …. wir flüchten zum Frühstück auf die Hafenterrasse.

"tusend takk Heiko for Colaen"
Reine 
Aufstieg zum Reinebringen
Reine aus der Vogelperspektive

Wir wandern zum Reinebringen, dem Aussichtsberg von Reine. Ein Muss für jeden Besucher. Am Einstieg warnt eine Tafel vor den Gefahren (Steinschlag, etc) des Weges…. Wir ignorieren die Warnung und kraxeln keuchend und schwitzend immer steil bergauf. Nach 1 ½ Stunden erreichen wir den Gipfel (456m) und ….. WOW! Der Blick ist die Mühe des Aufstiegs wert. Reine und die Lagune aus der Vogelperspektive …. uhuuure schön!

brrrrrhh .....kalt


Wieder zurück in Reine gibt’s erst eine erfrischende Dusche auf dem Bootssteg und dann Barbecue (Spareribbs) auf der Terrasse am Kai. Gerade als wir mit dem Essen anfangen wollen fängt es an zu tröpfeln… wir zügeln an einen Tisch mit Dach …. mit Grasdach.

Danach gibt’s Fussball in der voll besetzten Hafenbeiz. Deutschland – Italien …. ein Fussballkrimi ….nichts für schwache Nerven.


Sonntag, 3. Juli


Von: Reine                 Nach: Nusfjord (Flakstad)

Wetter:            Nachts und vormittags regnet es, dann wird’s immer sonniger, warm 15°
Wind:              SW 4-5m/s

Ab:      14.10                          An:      16:25
                       
Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
11
11
-
Übertrag
500
263
237
TOTAL
511
274
237

Regen. Der Wetterbericht sagt für heute Nachmittag Wetterbesserung vorher. Eine Tauchergruppe kommt von ihrem Tauchausflug zurück. Einer der Guides taucht nochmal im Hafenbecken um ein Seil loszuschneiden, das sich in der Schraube eines Fischkutters verfangen hat. Er ist so nett und bringt auch den festgeklebten Propeller unseres Logs wieder zum Laufen…. Tusend Takk + eine Tafel Schoggi…. Glück muss man haben! leider ist die Freude über diesen Coup verfrüht… das Log läuft immer noch nicht.



Um 12.30 Uhr sind wir startbereit. Doch dann kommt noch ein Regenschauer. Wir warten die Wetterbesserung  in der Hafenbeiz ab, bei einer Portion Waffeln und einer Partie Rommy (M. gewinnt!!).



Dann sausen wir mit achterlichem Wind und viel Welle nach Nusfjord. (Max. Geschwindigkeit 7 knt, durchschnittliche Geschwindigkeit 4.7 knt) Ladina steuert bravourös und turnt tapfer auf dem Vordeck, um die Fock zu bergen.



Einkaufen im Landhandel


Nusfjord



Nusfjord, Norwegens ältestes und besterhaltenes Fischerdorf, ist ein Idyll. Versteckt in einer winzigen Bucht reihen sich rote Fischerhütten (rorbuer) und, wie in einem Museum, eine Reihe restaurierter Gebäude wie Schmiede, Bäckerei, Trandämpferei und ein Landhandel von 1907, in dem es Lebensmittel und Souvenirs zu kaufen gibt.
Hafenkino: Die Retter sind gekommen...

Am Gästesteg liegt eine englische Segelyacht, mit Motorproblem. Die Crew ist gerade dabei herauszufinden was defekt ist. Später werden sie von der norwegischen Seenotrettung  in den nächsten Hafen, Ballstad geschleppt.

Zum Znacht gibt’s mal wieder Spagetti, con Pomodore & Zucchetti Sauce.



Montag, 4. Juli


Von: Nusfjord (Flakstad)                   Nach: Ballstad (Vagerøy)

Wetter:            Sonne und leicht bewölkt, ein paar Regentropfen, 13°
Wind:              SW 5-6 m/s

Ab:      17.30                          An:      19:15
                       
Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
8
8
-
Übertrag
511
274
237
TOTAL
519
282
237


Frühstück in der Sonne, windgeschützt auf dem Kai.

Wir beschliessen die Wanderung von Nusfjord nach Nesland zu machen (6 km). „Eine Familientour mit ein paar Herausforderungen“, sagt der norwegische Wanderführer. 

Nach einer Weile begegnen wir 2 französischen Wanderern… sie zeigen besorgt auf Dixi und warnen vor etwas… L. versteht „Schlange“…. A. versteht „Chevreuil“ (Reh) und wundert sich über „..en bois..“ und warum das Vieh „kurze Beine haben soll“ Wir beruhigen die Franzosen „on va prendre des précautions…“ und laufen weiter. Dann entdecken wir auch bald, wovor sie uns warnen wollten: eine steile Holzleiter (échelle en bois) in einer Felsspalte. Ja das ist tatsächlich nichts für Dixi. Wir finden aber eine passende „Umleitung“ für Dixi und kraxeln weiter auf der "Familientour mit ein paar Herausforderungen". Nach 2 Stunden sind wir am Ziel: Nesland, ein kleiner Fischerhafen mit ein paar hübsche Häuschen. Nach einer kurzen Rast kehren wir auf dem gleichen Weg zurück.

"Familientour mit ein paar Herausforderungen"


Zurück in Nusfjord kaufen wir im Landhandel ein für unser Znacht (Kartoffel, Räucherlachs und ein paar „nicht mehr ganz taufrische“ Ruebli)…. noch ein kleiner Picknick zur Stärkung …. und dann legen wir ab.

Schöne Abendtour, mit weniger Wellen… bald sind wir am Ziel, Ballstad auf der Insel Vagerøy. Wir machen in der Kræmmervika Marina fest. 4 Gästeplätze (2 sind besetzt). Strom & Wasser gibt es, aber keine Sanitäranlagen. Telefon mit dem Hafenmeister… er führt  uns zum Fiskerihjem (ca. 400m),  wo wir WC und Dusche benutzen können. Sogar gratis… „tusend takk Yngvar!“

Auch Dixi kommt zu einem Bad…. beim vom Bord gehen klettert sie auf der falschen Seite hinaus und springt …… ins Wasser. Anschliessend wälzt sie sich auf dem Weg wieder trocken…. jetzt ist sie nicht mehr so nass dafür umso dreckiger….

Zum Mitternachtsznacht gibt’s Fisch & Gschwellti … Dixi wird aus Versehen noch mit einen Schluck Rotwein geduscht …



Ballstad: Kræmmervika Marina

Dienstag, 5. Juli


Von: Ballstad (Vagerøy)                   Nach: Stamsund

Wetter:            Sonne und leicht bewölkt, 13°
Wind:              SW 3 m/s, abends NNO 4 m/s

Ab:      12.00                          An:      15.00
                       


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
8
5
3
Übertrag
519
282
237
TOTAL
527
287
240


Nachdem wir gestern wieder erst spät nach Mitternacht ins Bett gekommen sind, schlafen wir heute aus… bis 9 Uhr.

Wenig Wind, keine Wellen… ein „Sonntagstürli“. Schöner Gästesteg vor dem Hotel-Restaurant-Pub Skærbrygge, ausgestattet mit allem was es braucht WC, Dusche, etc. Gleich dahinter gibt es einen COOP… bequemer geht’s nicht.
Stamsund ist ein netter Fischerhafen, mit mehr Charme, als das Foto im Hafenführer vermuten lässt.

Das Wetter wird immer besser. Die Sonne kommt durch. Wir machen eine kleine Rundwanderung auf den Kattberget und geniessen wieder einen schönen Blick auf Stamsund und die benachbarte Insellandschaft.


Dixi geniesst unterwegs ein Moorbad, ist danach bis zum Bauch schwarz und braucht erneut eine gründliche Reinigung.

Zuerst wird heute die Route gesetzt...
..... dann segeln wir gemütlich nach Stamsund

Stamsund, ein perfekter Gästehafen
.... und hübscher als gedacht

Panoramawanderung über den Kattberget



Apèro und Vorbereitungen für's Znacht
"gibt's für mich auch was?"


Lesestunde im Salong

Mittwoch, 6. Juli


Stamsund, Hafentag

Wetter:            Regen, Niesel, ….Niesel…… 10°
Wind:              NO 6m/s

M. & L. und Dixi machen trotz Nieselregen eine Wanderung (3 ½ Std.). A. aktualisiert den Blog. Zur Belohnung gibt’s warme Waffeln im Restaurant.

Zum Znacht gibt’s wiedermal die „kulinarische Entdeckung des Jahres“. Wienerli mit Erbsenpüree. Die Wienerli gibt’s nur in XXL Packung (1.6 Kg). Dixi freut’s.

Ladina will endlich mal die Hurtigruten sehen....aber sie fällt heute aus.



Donnerstag, 7. Juli


Von: Stamsund                      Nach: Henningsvær

Wetter:            Bedeckt, abends auflockernd, 11°
Wind:              SO-O 1-3 m/s

Ab:      11.15                          An:      14.30
                       


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
10
1
9
Übertrag
527
287
240
TOTAL
537
288
249


Frisch geduscht und gestärkt von einem Deluxe-Zmorgen mit Spiegelei & Wienerli steuern wir Henningsvær an.
"Venedig der Lofoten"

“Henningsvær ist the most picturesque fishing village in Lofoten …..“ verspricht unser Hafenführer. Wegen der zahlreichen Brücken und Kanälen auch „Venedig der Lofoten“ genannt. (Na ja, was wohl Commisario Brunetti dazu sagen würde?….).

Wir finden Platz im Gästehafen an der Mohle( 250kr) Die WCs sind am andern Ende des Dorfes > 500m entfernt. Der kleine Steg des Brygge Hotels ist noch frei und so beschliessen wir, dort hin zu zügeln. Wir buchen einen Tisch im Restaurant des Artic Hotel mit TV für den Fussballabend.

Anschliessend wandern wir zum See auf dem Weg zum Festvagtinden (541m). Die Sonne kommt durch die Wolken. Grandioser Blick. Im See gibt’s für alle ein erfrischendes Bad.
VIP Steg exklusiv für Hilde
Hennengsvær 
Im Bergsee...
..... gibt's ein erfrischendes Bad
Noch ein letzter Blick auf Henningsvær.....
.... und die Lofoten
Lofoten Platter
Wal vom Grill 



Kulinarische Premiere: Wal vom Grill mit Kartoffelsalat (A) und Lofoten Platter mit geräuchertem Wal, Lachs, Halibut, Kaviar mit Flatbrød und Sourcream. „MMMMmmmmhh-fein…!!“ finden alle.


Ein perfekter Tag. Leider mit einem traurigen Ende: Deutschland verliert gegen Frankreich 0 : 2.

Freitag, 8. Juli


Von: Henningsvær                Nach: Nyvågan

Wetter:            Bedeckt, 13°

Wind:              N 1-3 m/s

Ab:      12.20                          An:      14.40
                       


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
7
3
4
Übertrag
537
288
249
TOTAL
544
291
253


Ausgiebiges Buffetfrühstück im Hotel. Galleri Lofoten Hus. Eine Multimedia Show zeigt sehr spektakulär die Lofoten in allen Jahreszeiten: Mitternachtssonne, Polarlicht, Winterstürme und Leben und Arbeit der Fischer. Über 3 Etagen sind Gemälde von Künstlern um die Wende des letzten Jahrhunderts und Werke des zeitgenössischen Malers Karl Erik Harr ausgestellt.

Dann packen wir zusammen und nehmen Kurs auf den nächsten Hafen, Nyhavn, nur 7 sm entfernt. Der Wetterbericht sagt Wind 5-6 aus N voraus. Leider schläft er nach 1 sm ein.

Der Gästehafen des Nyvagar Rorbuhotell übertrifft alle Erwartungen. Moderne Sanitäranlagen, Waschmaschine/Trockner alles im Preis (300kr) inbegriffen. Und dann hat es sogar noch….. eine SAUNA!

Gästehafen Nyvagar Rorbu Hotell


Kabelvåg

Wir machen eine kleine Rundwanderung nach Kabelvåg, ein Fischerdorf auf der Ostseite. Anschliessend lädt L. die Hildecrew (ohne Dixi) zum Saunaplausch ein. Sehr schöne Sauna mit Blick auf die Bucht…. Temperatur leider im Biosaunabereich <60°.

Sauna


Salatwäsche mit Feuerwehrschlauch


"Kulinarischer Höhepunkt" des Tages: Wienerli mit Kohlrabi Stappe (Püree)…. Letzteres hat eher die Konsistenz von Babybrei…. M. hat bei der Zubereitung die Gebrauchsanweisung kreativ abgeändert. Aber geschmeckt hat es trotzdem.


Samstag, 9. Juli


Von: Nyvagar             Nach: Svolvær

Wetter:            Bedeckt, am Vormittag noch Nieselregen, 11°

Wind:              N 1-3 m/s

Ab:      12.45                          An:      15.40
                       


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
6
4
2
Übertrag
545
291
254
TOTAL
551
295
256

Dusche (deluxe ohne Automat). Frühstück mit aufgewärmten Waffeln, die wir gestern geschenkt bekommen haben.

An der Einfahrt nach Svolvær hält eine Fischersfrau Ausschau nach ihrem Mann
Der Stadthafen von Svolvær


Wir warten ab, bis es zu regnen aufhört und segeln dann gemächlich immer der Küste entlang nach Svolvaer. Im Stadthafen liegen die Boote schon im Päckchen. Wir fahren weiter unter der Brücke durch in den Marinepollen in den Hafen der Vågen Båt og Sjøfiskforeningen. Dort werden wir persönlich von Frodo, dem Verantwortlichen fürs Gästepier , in Empfang genommen. Der Hafen bietet alles Strom, Wasser, WC & Dusche für 150kr.

Wir wandern in die Stadt zum Touristen Büro und planen die nächsten 2 Tage. Morgen Sonntag Wanderung und Velotour am Montag.

Znacht im Viva Italia. Walsteak für A., Steinbit (Seeteufel) für L. und Pizza für M.


Sonntag, 10. Juli


Svolvær. Hafentag.

Wetter: Bedeckt, graue Wolken

Wir steigen auf zum Fløya, dem Hausberg von Svolvær. Vorbei am Svolværgeita, steiler Felsen oben 2 Felsen… Zahlreiche Kletterer holen sich hier den speziellen Kick mit einem Sprung von einem Stein zum andern. Der Friedhof liegt direkt unter dem Felsen. Es soll aber noch nie jemand abgestürzt sein. Wir haben schon vom Zuschauen genug Nervenkitzel. Das Panorama vom Fløyagrat ist leider teilweise im Nebel. A. und L. klettern weiter zur Djevelporten, eine Felsplatte eingeklemmt in einer Felsspalte lädt ein zum Phototermin mit Nervenkitzel…

Zur Belohnung gibt’s ein Gourmetmenu: Lachs auf Senffenchel à la Annemarie Wildeisen… mmmmmmmmmmmmhh-fein!

Svolværgeita

 
Svolværgeita: der Friedhof liegt direkt darunter 



Auf dem Fløya Grat 

Der Panoramablick ist leider etwas getrübt
Djevelporten
Abstieg


Montag, 11. Juli


Svolvær. Hafentag.

Wetter: Sonne, warm 16° ….SOMMER!

Velotour rund um die Insel Vagøy: Svolvær-Sandsletta-Laukvik-Fiskebøl und mit dem Bus zurück nach Svolvær.

So lernen wir auch die Nordseite der Lofoten kennen. Grosse Ebenen mit Wiesen und Weiden, Sandstrände, Berge bewaldet und weniger schroff als auf der Südseite.

In Laukvik kaufen wir im COOP ein Picknick und verzehren es im Windschatten auf der Treppe des Leuchtturms.

Nach 65 km erreichen wir Fiskebøl … ein Sandstrand lädt ein zu einem erfrischenden Bad …und dann haben wir für heute genug vom Pedalen und fragen, ob wir  die Velos in den Bus laden dürfen. „Selvfølgelig“, meint der freundliche Buschauffeur.















"...selvfølgelig.."

Dienstag, 12. Juli


Von: Svolvær                        Nach: Skutvik (Hamarøy) mit Zwischenstop auf Skrova

Wetter:            Sonne, blauer Himmel, warm >20°

Wind:              N 0-1 m/s

Ab:      9.00                            An:      17.45 (11.00 – 13.00 Halt in Skrova)
                       


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
24
1
23
Übertrag
551
295
256
TOTAL
575
296
279


Um 5 Uhr klingelt der Wecker! Ladina reist um 6.30 Uhr mit dem Expressbåten nach Bodø . „Bye bye Ladina, es war schön mit dir…“ Auch die Hilde Crew macht sich auf die Rückreise.

bye bye Ladina!
bye bye Lofoten
Boxenstop in Skrova


Sonne, blauer Himmel, warm. Ein richtiger Sommertag kündigt sich an. Ein perfekter Tag für die Überfahrt… nur der Wind fehlt, um das Glück vollständig zu machen.

Wir machen Halt auf der Insel Skrova. Im COOP kaufen wir Kaffee und etwas Süsses und setzen uns fürs 2. Frühstück auf die Terrasse des noch geschlossenen Cafés. Dann machen wir einen Streifzug durch den Ort… und machen WC-Scouting… unser neustes Hobby. Laut Hafenführer gibt es nur Strom und Wasser am Gästesteg… Zuhinterst im Dorf fällt uns ein neues modernes Gebäude auf und erfahren, dass es die neue Turnhalle für die Schule ist …. und siehe da … die Turnhalle hat ein öffentliches WC  ... deluxe! Wir beschliessen aber, trotz WC, weiterzufahren und nehmen Kurs auf Skutvik auf der Festlandseite.

Kein Wind. Wir müssen motoren. Werden aber entschädigt mit einer fantastischen Sicht auf die Lofoten im Westen und die benachbarten Berge des Vesteralen,  Ofoten im Norden und voraus die schneebedeckten Berge des Festlands.
Blick zurück auf die Lofoten

In Skutvik müssen wir etwas suchen, bis wir den neuen Gästesteg finden. Der Hafenmeister hilft beim Festmachen. Aber was die Frage nach WC Dusche angeht, kann er auch nicht weiterhelfen. Das neue Servicegebäude des Bootklubs ist noch nicht in Betrieb … es fehlt  noch die Schliessanlage. Also machen wir uns wieder auf die Suche. Bei der Fischfabrik gibt es in einem modernen Container „Dusje + WC“ aber nur für Lastwagenfahrer, im Landhandel gibt’s ein Café mit WC, aber der Laden öffnet erst um 9 Uhr… Wir haben schon alle Hoffnung aufgeben und uns damit abgefunden, dass wir den Eimer aus der Backskiste  ausgraben müssen, ….da entdecken wir am Fähranleger einen „Venterom + Toalleter“…Hurra! Ein perfekter Tag geht zu Ende.

Skutvik, ein perfekter Gjestehavn....aber leider noch ohne WC :-( 

WC Suche: "too small? ..."

BINGO !!!!!

Mittwoch, 13. Juli


Von: Skutvik (Hamarøy)                   Nach: Grøtøya, Nordskot

Wetter:            Am Morgen noch Sonne, blauer Himmel, warm.
                        Im Lauf des Tages zunehmend bewölkt. Am Abend Nieselregen

Wind:              NW 3 m/s, W 2-3 m/s -> 1-2 m/s

Ab:      12.00                          An:      17.30
                       


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
20
6
14
Übertrag
575
296
279
TOTAL
595
302
293




Der Tag beginnt mit einem erfrischenden Bad (< 15°) am Sandstrand und anschliessender Dusche mit dem Gartenschlauch. Es ist Sommer!

Wir legen ab. Rückwärts … ein rasanter Bogen vorwärts…und siehe da…es geschehen noch Zeichen und Wunder… plötzlich läuft das Log wieder.

Wir nehmen den inneren Weg, südlich von Engeløy. Die ersten 6 sm kommen wir segelnd gut voran. Dann kommt der Wind von vorne und schläft dann schliesslich ganz ein. Die Bewölkung nimmt zu und bald verschwindet die Sonne wieder hinter einer grauen Wolkendecke. Es ist kalt. Kaum zu glauben, dass wir heute Morgen noch gebadet haben.

Der Gästehafen von Grøtøy ist tiptop. Nur die sanitären Anlagen sind im Landhandel und somit nur zu den Ladenöffnungszeiten ab 10 Uhr zugänglich. Das ist aber kein Problem, rund herum hat es viel Natur.

Ein schöner Rundweg führt auf einen Hügel mit schönem Blick auf den Hafen, die Insellandschaft und am Horizont sehen wir die Lofoten.

Zum Znacht gibt’s einen feinen Risotto … und das Öfeli spendet wohltuende Wärme. Sommer ade.

Grøtøy

Donnerstag, 14. Juli


Von: Grøtøya, Nordskot                    Nach: Kjerringøy

Wetter:            Bedeckt. Himmel grau

Wind:              W 0-2 m/s, -> 5-6m/s

Ab:      11.20                          An:      18.00
                       


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
21
14
7
Übertrag
595
302
293
TOTAL
616
316
300


Wir gleiten mit wenig Wind. Totale Stille… nur das leise Gluckern des Wassers und Vogelstimmen.

Wir fahren an Hellnessund vorbei. Netter Ort. Aber wir wollen weiter, nach Kjerrinøy. Der Wind nimmt zu … wir sausen mit 4-5knt unserm Ziel entgegen.

Der Gästehafen ist tiptop. Alles vorhanden inklusive ein geheizter Oppholdsrom mit Küche, Tisch und Sofaecke.

Znacht: Couscous mit Ratatouille. Backgammon A:M  6:5.

Die Sonne geht wieder unter: Sonnenuntergang:00.30 Sonnenaufgang: 1:30

Kjerringøy


Freitag, 15. Juli


Kjerringøy, Hafentag

Kjerringøy war einst ein wichtiger Handelsplatz
In der Krambua findet Moni ein warmes Käppi

Kjerringøy war ein wichtiger Handelsplatz, der im 19. Jahrhundert seine Glanzzeit hatte. Ein Freiluftmuseum, mit 15 schön restaurierten Gebäuden gibt einen Einblick in den Aufstieg und Fall der Handelsfamilie Zahl, die es mit guten Geschäften im Fischhandel zu beträchtlichem Reichtum gebracht hat.


Nach dem Museumsbesuch wandern wir zum Middagshaugen (284m) mit schönem Blick auf Kjerringøy und die Insellandschaft bis zu den Lofoten. Nach 2 ½ Stunden sind wir wieder zurück. Als Belohnung gibt’s Waffeln & Kaffee im Museumscafé.

Zum Znacht gibt’s gebratene Makrelen, die A. heute Morgen im Tausch für 2 Bier erstanden hat.
Kurz vor Mitternacht verabschiedet sich die Sonne mit einem spektakulären Farbenspiel bevor sie hinter den Lofoten versinkt.




Samstag, 16. Juli


Von: Kjerringøy                     Nach: Bodø

Wetter:            Bedeckt, Nieselregen

Wind:              Flaute

Ab:      10.30                          An:      15.00
                       


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
18
-
18
Übertrag
616
316
300
TOTAL
634
316
318

Bodø ..... der Hafen ist voll 
Die Wikinger waren keine Warmduscher

Wir nutzen eine Regenpause und motoren nach Bodø. Kein Wind aber Wellen hat es dennoch - woher wohl? Als wir in Bodø einfahren, trauen wir unsern Augen nicht. Schon am Aussenkai liegen die Boote im 2- & - 3er „Päckli“. Der Innenhafen ist voll mit traditionellen Booten, alle festlich beflaggt. Wir sind kurz ratlos… „hat es hier noch Platz?“ fragen wir die Landsleute von einer deutschen Segelyacht. Auf der Innenseite des Aussenkais ist noch ein Platz frei, in den wir gerade noch reinpassen. Glück gehabt!

Kaum haben wir festgemacht, fragen 2 norwegische Jungs, ob sie bei uns längsseits gehen dürfen. Sie sind mit ihrem 28ft Boot  von Oslo zu den Shetlands und zurück gesegelt … jetzt geht dem Käpten langsam das Geld aus.

Leider sind alle Steckdosen besetzt und doppelt besetzen geht nicht, weil man für jede Steckdose individuell Strom kaufen muss. Es ist nass & kalt … ohne Öfeli wird das alles andere als gemütlich.

Aber unsere Glücksquote  ist noch nicht aufgebraucht. Die Crew einer norwegischen M/Y hat Erbarmen. Wir dürfen unsern Stecker bei ihnen einstecken….für tusend takk + 1Tafel Lindt Schoggi! Das hebt die Stimmung der Hilde Crew…

Bei Pepe gibt’s eine feine Pizza und A. gewinnt in einem spannenden Finish den 1. Satz des 2. Backgammonturniers mit 8:6


Sonntag, 17. Juli


Bodø, Hafentag

Wetter: SW 8-9 m/s, ab 15 Uhr kräftiger Regen, 11°

Der Wetterbericht hat für heute Abend und Morgen eine Wetterwarnung: „…Niederschläge von 30-50mm/24h…“. Da bleiben wir lieber in der trockenen und warmen Stube.

Den Besuch des Bodø Nordlandsbadet mit Spa müssen wir leider  auf Morgen verschieben, weil am Sonntag kein Bus dorthin fährt.

Die Bibliothek hat aber von 12-16Uhr geöffnet. A. nutzt das schlechte Wetter für einen Blog Update.

Znacht im Kaibrygge Restaurant. Immer wieder gut: Fish & Chips.

Das Wetter ist, wie vorhergesagt, grusig Dauerregen und Wind. Wir kriechen in unsere Schlafsäcke. Das Öfeli hält die Kabine kuschelig warm  und bald schlafen wir wie Murmeltiere.

Montag, 18. Juli


Von: Bodø                  Nach: Krokholmen

Wetter:            a.m.: Regen, Nieselregen
                        p.m.: Auflockerungen, einzelne kurze Schauer

Wind:              W 4-6m/s

Ab:      17.30                          An:      21.00
                       


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
14
9
5
Übertrag
634
316
318
TOTAL
648
325
323


Wetter immer noch „uuhgrusig“… für heute Abend ist Besserung angesagt. Wir essen im Hotel Radyson Blue Frühstück. Feines Buffetfrühstück für 150kr mit Blick auf den Hafen…. da kann man nicht meckern.

Anschliessend nehmen wir den Bus ins Nordlandsbadet. Zahlreiche Familien mit Kindern haben das gleiche Ziel. Wir schwimmen ein paar Runden, geniessen das warme Strudelbad…bis dann um 12 Uhr das Spa öffnet. „Das grösste Spa Skandinaviens“…“7 Saunas...“ na ja, da haben sie bei der Werbung den Mund etwas voll genommen. 6 Saunas (Tepidarium, Dampf, Infrarot,..etc.) sind eher lauwarm….nur die Finnische bringt uns in schwitzen.
Inzwischen hat der Regen aber nachgelassen und ab und zu kommt die Sonne durch die Wolken. Wir machen im Supermarkt noch ein paar Einkäufe und kaufen im Vinmonopolet noch ein paar Flaschen Wein. Dann packen wir zusammen und legen ab. Das „Ausparkieren“ ist nicht ganz einfach, der Wind drückt uns auf den Steg. M. zieht mit aller Kraft an den Leinen… und spürt hinterher einen stechenden Schmerz im Rücken…Hexenschuss.

Mit Westwind kommen wir gut voran. Die Hilde kämpft sich durch die Wellen… aber die Schläge und die Kälte sind nicht gut für einen schmerzenden Rücken. So sind wir froh als wir nach 3 ½ Stunden in Krokholmen festmachen.

Wetter gut, Wind gut .... Rücken nicht so gut


Dienstag, 19. Juli


Krokholmen, Hafentag

Wetter: Nieselregen, Auflockerungen.

Wind: SW 5-6m/s


Der Wetterbericht hat für heute Nachmittag Besserung vorhergesagt. Aber der Wind kommt aus der falschen Richtung, SW von vorn. Morgen soll er auf N drehen. Wir machen einen Hafentag. M. kuriert ihren lädierten Rücken. A. aktualisiert den Blog.

" gute Besserung!"
Krokholmen
Inselspaziergang über wacklige Brücken...
.... und feinen Entdeckungen


Mittwoch, 20. Juli


Von:    Krokholmen               Nach: Støtt

Wetter:            Sonne, blauer Himmel, 15° , Sommer !!

Wind:              N-NO 5 m/s

Ab:      11.00                          An:      16.15
                       


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
19
7
12
Übertrag
648
325
323
TOTAL
667
332
335

 






Wetter & Wind: perfekt. Der Sommer ist wieder zurück. Nur M.‘s Rücken zwackt immer noch… und wieder mehr.

Wir segeln vor dem Wind Kurs SW nach Støtt. Schliesslich nehmen wir den Motor zu Hilfe, damit wir möglichst schnell in Støtt ankommen …. Segeln & Sitzen ist nicht die beste Therapie für einen schmerzenden Rücken.

Wir sehen  hoch über uns 2 Seeadler kreisen ....M. hat erst gemeint es seien Drohnen :-)

Besser bekommt M.‘s Rücken eine Rundwanderung über die Insel. Vom höchsten Punkt haben wir wieder einen grandiosen Blick auf die Insellandschaft, im Süden schneebedeckte Berge und der Svartisen Gletscher, im Norden sehen wir im Dunst die Lofoten. Wir finden die ersten Molte- und Heidelbeeren.

Nachtessen im Restaurant. 3 Gerichte stehen zur Auswahl. A. wählt Hval (Wal) M. Kveita (Heilbut)….beides mmmmmmmh-fein!

Støtt
 
Eintrag ins Gipfel-Trimm-Dich-Buch
Støtt 


Donnerstag, 21. Juli


Von:    Støtt                Nach:  Bolga

Wetter:            Sonne, blauer Himmel, 21° , Sommer !!

Wind:              N-NO 5 m/s, abnehmend 1-2m/s

Ab:      13.00                          An:      17.00
                       


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
12
6
6
Übertrag
667
332
335
TOTAL
679
338
341



„what a nice day, today“… „this ist the 4th summer day this year“. Alle kommentieren das fabelhafte Wetter heute Morgen.

Duschen. Wäsche in die Waschmaschine. Frühstück auf der Bank im Schatten …in der Sonne ist es schon zu heiss. Wir machen eine kleine Wanderung an die Tydalvika … Dixi trottet lustlos hinterher… auch ihr ist es zu heiss.
Tydalvika

Die Sonnencreme ist uns ausgegangen. M. fragt im Laden nach Sonnecreme. „Führen wir nicht…“, sagt der alte Mann an der Kasse „kein Bedarf, denn so oft gibt’s hier auch wieder nicht Sonne“, meint er schmunzelnd.

Wir sind gerade am Zusammenpacken, da kommt ein älterer Mann vorbei, einer der 20 Einwohner der Insel, der hier seinen Lebensabend verbringt. Er hat eine Dokumentation über die deutschen Bunker im 2. Weltkrieg zusammengestellt und meint, dass wir die Bunker unbedingt anschauen sollten. Bunkeranlagen haben wir nun schon oft als touristische Sehenswürdigkeiten angetroffen. Was fasziniert die Norweger nur so an alten Bunkern?



Gegenüber von Støtt liegt der markante Kuna


Svartisen Gletscher

Unser Ziel: die Insel Bolga

Während der Fahrt sind wir einmal mehr begeistert von der fantastischen Kulisse. Markante Berge, der weisse Svartisen Gletscher, blaues Meer … wie im Reiseprospekt.

Der Hafen von Bolga hat sich verändert… wir haben erst etwas Mühe uns zu orientieren. Gleich nach der Einfahrt hat es einen Gästesteg  des neuen Restaurant und 7 Roburer für Angelsportler.

Wir machen im alten Gästehafen an der Hafenmole fest. Znacht gibt’s komfortabel mit Tisch und Bank auf der Mole mit Gletscherblick und Hafenkino. 

Ein Toast auf  "Sommertag no. 4"
Der Hafen von Bolga




Freitag, 22. Juli


Von:    Bolga              Nach:  Selsöyvika

Wetter:            Sonne, blauer Himmel, 24° , SOMMER !!
                        22.00 Uhr: Nebel

Wind:              WSW 2 m/s, abnehmend 0-1m/s

Ab:      15.20                          An:      20.30
                       


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
16
2
14
Übertrag
679
338
341
TOTAL
695
340
355

"fantastisk utsikt"

"...puh ist das heiss!"


"nichts für mich", meint Dixi

8 Uhr: es ist warm….fast zu warm, um in der Sonne zu frühstücken.

Wir warten auf die günstige Nachmittagsbrise und wandern zum Bolgatinden. Ca. 500 m vor dem Gipfel geht’s über eine steile Leiter zu einer steilen Felspartie mit Seilen. Das ist nichts für unsere alte Hundedame… wir drehen um.

Aber auch von hier aus ist die Aussicht „fantastisk“… am Horizont im NW sehen wir die Lofoten – wohl zum letzten Mal.

Auf dem Rückweg sammeln wir Molte- und Heidelbeeren.

Wieder zurück im Landhandel stöhnt die Verkäuferin über die Hitze…nearly 30°! …today ist the warmest day of the year. Na ja, da hat sie wohl das Thermometer in die Sonne gelegt, aber laut Wetterbericht war mit 24° tatsächlich der wärmste Tag des Jahres.

Noch eine erfrischende Dusche unterm Gartenschlauch auf dem Steg, dann packen wir zusammen.

Wir legen ab und nehmen Kurs auf Selsøyvika. Leider schläft die Nachmittagsbrise nach 2 sm wieder ein und wir müssen wieder motoren. Unsere Segelbilanz verschlechtert sich von Tag zu Tag ….

Selsøyvika: Der Hafen ist voll….doch an einem Steg hat es noch einen ½ Platz… Man fragt uns schon bei der Einfahrt die obligatorische Frage: „ did you sail all the way with this little boat from Germany?“ und dann, ob wir unterwegs Nebel gehabt hätten. Laut Wetterbericht soll es heute Abend nämlich Nebel geben…können wir kaum glauben… noch immer strahlender Sonnenschein. Wir suchen ein passendes Plätzchen an der Sonne fürs Nachtessen. Doch bis die Kartoffeln gar sind kommen dichte Nebelschwaden …. und der wärmste Tag des Jahres endet im dichten Nebel. Wir essen wieder im „salong“ … mit Öfeli!

Selsøyvika
Der wärmste Tag des Jahres endet im Nebel

Samstag, 23. Juli


Von:    Selsøyvika                  Nach: Aldersundet

Wetter:            a.m: Regenschauer , Sonne & Wolken, blauer Himmel, 18°
                        p.m.: Hochnebel

Wind:              NW 3-4m/s,


Ab:      11.40                          An:      14.45
                       


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
11
8
3
Übertrag
695
340
355
TOTAL
706
348
358


Ein Regenschauer putzt den Nebel weg. Die Sonne kommt durch. Morgenessen auf der Bank, die wir gestern Abend fürs Znacht ausgewählt hatten.



Heute Nachmittag soll der Nebel zurückkommen. Wir kaufen im Landhandel noch ein paar Vorräte ein. Der Landhandel hat das ganze Jahr offen. Die Kundschaft umfasst 30 Leute, 6 leben auf  der Insel die andren auf Nachbarinseln, und ein paar Arbeiter von der Fischfarm. Wir staunen immer wieder, wie diese Läden rentieren können.

Wir packen zusammen. Für heute Nachmittag/Abend ist wieder Nebel angekündigt. Heute lässt uns der Wind mal nicht im Stich. „Tusend Takk, Rasmus!“

Blick zurück  auf Selsøyvika, im Hintergrund Rødøya



wir passieren wieder den Polarkreis


Aldersundet, ein kleiner Hafen umgeben von hohen Bergen (runder, nicht so schroff und grüner - mehr Wald) und Wiesen und Weiden mit weissen Siloballen. Der Hafen, wieder mal von einem Bootsklub betrieben, bietet 4 Gästeplätze an. Wir sind das einzige Gästeboot… der Ort ist wohl nicht so populär.


Ein Telefonanruf von M. (auf Norsk!!!) gibt uns den Code zum Schlüsselkasten und Zugang zum Servicegebäude… mit WC, Dusche, Küche & Aufenthaltsraum. Ein Laden, eine Tankstelle und ein Kiosk … dort gibt’s eine Glace. Dann schnüren wir die Wanderschuhe und machen uns auf den Weg zum Utsiktspunkt. Der Weg ist nicht markiert. Wir finden  den Einstieg. Später verlieren wir zwar den Weg, kommen dann aber wieder beim  Hafen an. Auch so, ein perfekter Rundweg!

Aldersundet

Sonntag, 24. Juli


Von:    Alderssundet              Nach:  Nesna

Wetter:            a.m: Nebel, Niesel
                        p.m.: Sonne & Wolken, 18°

Wind:              0-1 m/s,


Ab:      12.40                          An:      16.30
                       


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
16
-
16
Übertrag
706
348
358
TOTAL
722
348
374


Das Wetter ist grau und nieslig. Wir schlafen bis 9 Uhr. Dusche, Frühstück, Benzin tanken.

Der Nebel hebt sich allmählich und bleibt als Hochnebel über uns hängen. Flaute. Wir motoren mit Kurs Nesna.

Der Gästehafen von Nesna ist voll. Aber wir finden noch eine Lücke zwischen zwei Motorbooten, gerade vor dem Klubhaus. Glück muss man haben.

Inzwischen ist auch das Wetter besser geworden. Wir schnüren wieder die Wanderschuhe machen uns auf zum „Utsiktspunkt“ (226m), den M. beim letzten Besuch bei Nieselregen erkundet hat. Heute scheint die Sonne und die „utsikt“ ist gut. Auf dem Rückweg sammeln wir Heidelbeeren fürs Frühstück.

Nesna


Montag, 25. Juli


Von:    Nesna              Nach:  Sandnessjøn

Wetter:            a.m.: Nebel
                        p.m.: Sonne 20°

Wind:              SW2m/s   NW 4-5m/s,


Ab:      13.30                          An:      16.30
                       


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
16
8
8
Übertrag
722
348
374
TOTAL
738
356
382


Gemütliches Frühstück auf der Terrasse des Klubhauses. Luxus!

Anschliessend wird die Hilde noch geschrubbt und blitzblank geputzt…dann heisst es wieder „Leinen los!“. Kurs Sandnessjøn. Anfangs kommt der Wind noch von vorne. Wohl oder übel müssen wir wieder motoren. Doch dann überlegt Rasmus es sich nochmal und dreht den Wind auf NNW …. vor dem Wind sausen wir nach Sandnessjøn…  6.1knt Tagesrekord.

In Sandnessjøn machen wir wieder im Stadthafen fest. Der Hafen ist voll, aber wir finden bequem noch einen freien Platz. Ein junger Hafenmeister begrüsst uns und erklärt, dass der Hafen kein Servicegebäude hat aber im Hotel Clarion kann man Dusj & Toaletter mieten..... „Takk, kennen wir schon“.

Wir machen den obligatorischen Abendspaziergang zum Utsiktspunkt und zur touristischen Attraktion von Sandnessjøn: eine deutsche Bunkeranlage aus dem 2. Weltkrieg! Eine Informationstafel gibt detaillierte Auskunft über die Anlage, inklusive Dienstgrad und Namen der verantwortlichen  Offiziere. Von der Kanone aus haben  wir eine gute Aussicht  auf Sandnessjøn und im Osten auf die kahlen Berge der„Sieben Schwestern“.

Buffet Dinner im Hotel Clarion und eine Partie Backgammon: A. gewinnt und führt im 2. Satz 2:1.


Sandnessjøn & die "Sieben Schwestern"


Kanone aus dem 2. Weltkrieg

Dienstag, 26. Juli


Von:    Sandnessjøn               Nach:  Tjøtta

Wetter:            a.m.: bedeckt, 17°
                        Ab 17:30: Regen

Wind:              SW 8m/s     W 5-6m/s,
    

Ab:      12.00                          An:      18.30
                       


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
22
17
5
Übertrag
738
356
382
TOTAL
760
373
387

Sandnessjøn Gästehafen


Frühstück im Clarion Hotel. Einkaufen.

Frische Brise aus SW. Von vorn, Kreuzen ist angesagt. Wir setzen noch im Hafen die Segel und rauschen zum Hafen hinaus. „Tuut Tuut …Tuut Tuut…Tuuut…Wer fährt gerade in den Hafen ein? Die Hurtigruten!
Mit einer Frischen Brise aus SW....
.... nochmal die "Sieben Schwestern"...
.....und dann erwischt uns ein erster Schauer

Wir kreuzen tapfer gegen … viel Wind… viel Wellen … und  ½ knt Strömung.  Dann dreht der Wind mehr nach West und jetzt kommen wir recht gut voran. Graue Regenwolken kommen immer näher. Der Wetterbericht hat den Regen erst auf heute Abend 19 Uhr vorhergesagt aber um 17.30 Uhr erwischt uns ein erster Schauer.

Wiedersehen mit Tjøtta und unserm Wasserkocher, den wir letztes Mal im Klubhaus vergessen haben. Wir machen wieder am gleichen Steg fest und nutzen eine kurze Regenpause, um uns im Klubhaus gemütlich für das Nachtessen einzurichten.


Der Regen kommt dann, wie vorhergesagt. Es regnet in Strömen und ununterbrochen bis morgen früh. Was für eine gute Einrichtung, so ein Klubhaus!

Tjøtta Hafen 

Mittwoch, 27. Juli


Von:    Tjøtta              Nach:  Ylvingen

Wetter:            a.m.: bedeckt, noch etwas Nieselregen, 17°
                        p.m.: Sonne, leicht bewölkt

Wind:              SW 1-3m/s


Ab:      12.00                          An:      18.30
                       


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
14
1
13
Übertrag
760
373
387
TOTAL
774
374
400



Ab Mittag ist „oppholdsvær“ (Aufhörwetter) angesagt. Wir versuchen zu segeln, aber schon nach 1sm müssen wir aufgeben – zu wenig Wind und auch noch von vorn.

Einfahrt in den Hafen von Ylvingen
Ylvingen Gästehafen 


Ylvingen hat einen neuen Gästesteg. Viele Boote… mit freundlicher Hilfe finden wir innen am Steg noch bequem Platz. Aufgepasst das Wasser ist weiter innen nur auf der einen Seite des Stegs tief genug. WC & Dusche gibt’s im Café – das Café ist populär, aber wegen Krankheit des Besitzers bis auf weiteres geschlossen.

 Ylvingen ist als Schauplatz der Fernsehserie „Himmelblå“ berühmt geworden. Himmelblå war mit 3 Staffeln 2008 -2010 die meistgesehene Serie in Norwegen.  In der Serie geht es um eine kleine Insel, auf der die Schule geschlossen werden soll, wenn nicht 2 weitere Schüler gefunden werden. Die Gemeinde sucht mit einer Zeitungsanzeige eine Familie mit 2 schulpflichtigen Kindern für einen  Job im Touristengewerbe. Marit eine alleinerziehende Mutter aus Oslo und ihr Freund Kim bewerben sich erfolgreich und eröffnen in Ylvingen ein Bed & Breakfast.






Ylvingen ist 6 km lang und 1.5 km breit. Wir laufen auf der Strasse nach Süden. Nach 3 km führt ein Pfad zu einer Sehenswürdigkeit. Wohin wohl? Zum „Tyskhajen“ , den Überresten eines deutschen Beobachtungspostens. Dort, so informiert eine Tafel, hatten die Deutschen einen kräftigen Suchscheinwerfer installiert mit dem sie nachts die Küste absuchten… der Scheinwerfer sei so stark gewesen, dass man am Festland im Licht des Scheinwerfers die Zeitung lesen konnte. Gute Aussicht vom höchsten Punkt der Insel (65m).
Blick nach Süden...
.... und nach Norden
Wir machen uns auf den Heimweg… immer auf der Teerstrasse macht das Laufen keinen Spass findet A. und hält beim nächsten Auto (dem 2. Auto, das wir bis jetzt angetroffen haben) den Daumen raus…und der HÄLT! Wir, inklusive Dixi, dürfen mitfahren. Der nette Fahrer stammt aus Ylvingen und verbringt jedes Jahr ein paar Wochen Ferien hier. 25 Leute, eigentlich eine Familie, leben noch ganzjährig hier. 3 Kinder besuchen die Schule auf der Nachbarinsel Vega. Die Schule wurde, anders als die in „Himmelblå", vor einigen Jahren geschlossen.




Donnerstag, 28. Juli


Von:    Ylvingen                     Nach:  Brønöøysund

Wetter:            a.m.: Sonne & Wolken, 19°
                        p.m.: bedeckt, abends Regen

Wind:              O 1-2m/s - SOS-  S 2-3m/s


Ab:      7.45                            An:      12.15
                       


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
13
8
5
Übertrag
774
374
400
TOTAL
787
382
405


Der Wetterbericht sagt für 13 Uhr Regen vorher. Wir machen einen Frühstart und gleiten mit einem Windhauch nach Süden. Morgendliche Stille – nur Vogelgezwitscher.

Wir haben Glück, der Wind dreht, sobald es der Kurs erfordert in die richtige Richtung. So kommen wir segelnd fast bis Brønøysund.


In Brønøysund ist die geographische Mitte Norwegens: 840 km bis zum Nordkap und 840 km zum Kap Lindesnes.

Der Regen lässt auf sich warten und setzt erst am Abend ein…im gemütlichen Aufenthaltsraum des Gästehafens ist uns das ganz schnurzegal. Für Morgen hat der Wetterbericht wieder Sonne angekündigt.

Freitag, 29. Juli


Von:    Brønøysund                Nach: Møyhamna (Torghatten) & weiter nach Vennesund

Wetter:            a.m.: Sonne, 18°
                        p.m.: abends etwas Regen

Wind:              N 4-6m/s  6-7m/s

Ab:      11.45                          An:      13.30 (Møyhamna)
            16.25                                      20.00 (Vennesund)


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
22
21
1
Übertrag
787
382
405
TOTAL
809
403
406


Blick zurück auf Brønøysund

Torghatten
Gästesteg in Møyhamna


Sonne, warm. Ab Mittag eine ist eine gute Brise aus N. Im Touristenbüro kommt uns die Idee, auf dem Weg nach Süden einen Zwischenstopp einzulegen und das Loch im Torghatten anzuschauen.

Wir  sehen das Loch im Berg schon von Ferne. Der Gästesteg in Møyhamna ist leer. Wir wandern los und wundern uns wie weit es wohl ist. Die Frau im Touristenbüro hat gesagt, 5 Minuten vom Hafen bis zur Strasse und dann noch 30 Minuten bis zum Loch. Wir laufen ca. 4.5 km  und merken erst hinterher, dass es neu am Torghatten direkt eine Anlegestelle gibt… Aber das Loch im Berg (160m lang, 35m hoch, 20m breit) ist es wert angeschaut zu werden. Grandioser Blick auf Brønøysund und nochmal die Bergkette der „Sieben Schwestern“.


Am Horizont Brønøysund und die "Sieben Schwestern"




Wieder zurück, liegt eine deutsche Segelyacht an der andern Seite des Stegs und eine weitere deutsche Bavaria kurvt suchend in der Bucht. Heute ist wohl deutscher Besuchstag in Torghatten? Soviel Deutsche haben wir dieses Jahr noch nie in einem Hafen gesehen. Wir beeilen uns mit dem Ablegen, um Platz zu machen…

Vennesund
Der Hafen von Vennesund.... 

.... direkt hinter dem Fähranleger

Der Wind hat inzwischen etwas zugenommen. Wir sausen mit achterlichem Wind mit 5-6knt Kurs Vennesund, umrunden die Insel Kvaløya und machen im Südhafen, hinter der Fähranlegestelle, fest. Der Hafen ist nicht gerade malerisch und etwas vergammelt. Aber Wasser und Strom sind vorhanden und Dusche/WC gibt’s im Servicegebäude des Campings. Und das alles für 110 kr. …..da kann man nicht meckern.

Wir sind froh, dass wir von Gestern noch Reste (Pasta mit Gemüsesauce) haben, die wir nur noch aufwärmen müssen. Müde & pappsatt fallen wir dann in die Kojen.




Samstag, 30. Juli


Von:    Vennesund                 Nach:  Skeishamn, Leka

Wetter:            a.m.: Bedeckt, mit Wolkenlücken, 18°
                        p.m.: Regen (ab 14.00h)

Wind:              SW 0-2 m/s

Ab:      9.45                 An:      12.15


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
11
-
11
Übertrag
809
403
406
TOTAL
820
403
417

Leka 
Um 6.30 weckt uns die erste Fähre. Dusche Frühstück auf der Terrasse des noch geschlossenen Cafés.



Graue Wolken …. ab  13 Uhr soll es regnen. Flaute. Wir  schaffen wir es noch trocken bis Leka und machen uns gleich auf, zu einer kurzen Runde zum Wikingergrab Herlaugshaugen. Kaum sind wir wieder zurück, schon fallen die ersten Regentropfen. Gruuuusiges Regenwetter…. Lesen, Mailen, Blogen.

Gegen Abend nutzen wir eine Regenpause und wandern zum Skeinesset, eine von 22 ausgewählten Kulturlandschaften Norwegens. Küstenheide,  Resultat von 4000 Jahren  Beweidung und periodischem Abbrennen.
 
Utgangsauer (Wildschafe) sind das ganze Jahr auf der Weide

Wir schaffen es gerade noch rechtzeitig zurück, bevor es wieder regnet. Das geplante Grillieren wird verschoben. Stattdessen gibt es Fenchelrisotto zum Znacht, im gemütlichen Informationsraum der Gemeinde. 

Sonntag, 31. Juli


Von:    Skeishamn, Leka                    Nach:  Rørvik

Wetter:            a.m.: Regen, 16°
                        p.m.: Bedeckt, ab 17.00 h Regenschauer

Wind:              SW 2-3 m/s

Ab:      13.20               An:      18.00


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
21
-
21
Übertrag
820
403
417
TOTAL
841
403
438


Heute Morgen um 6 Uhr fängt es wieder an zu regnen.  Es  regnet den ganzen Vormittag. Ausschlafen, Duschen und Frühstück im Informationsraum. Zufällig entdecken wir, dass es sogar freies Wlan gibt. Eine gute Gelegenheit für einen Blog Update.

Sobald der Regen etwas nachlässt packen wir zusammen und legen ab. Kurs Rørvik. Vor Rørvik erwischt uns nochmal ein Regenschauer.

Nach einem gemütlichen Kaffee....

 
.....erwischt uns noch ein Regenschauer
Wir steuern zuerst den Hafen von Otterøy, gegenüber von Rørvik, an. Laut Hafenhandbuch „ a good alternative to Rørvik“. Uns erscheint er allerdings nicht sehr attraktiv. Wir drehen wieder ab und machen in Rørvik fest.

Wir essen Pizza beim Kurden in der Pizzeria di Milano. Backgammon 2. Satz. Es wird nochmal spannend. Nachdem A. schon 5:2 geführt hat holt M. auf. Jetzt steht es 5:4.


www.yr.no sagt für heute Nacht „keinen Regen“ . Die Konkurrenz von www.storm.no sagt „Regen“ und behält recht. Es regnet die ganze Nacht – und wie!

Montag, 1. August (Happy Birthday Sveits!)


Von:    Rørvik                        Nach:  Sørgjeslingan

Wetter:            Sonne & Wolken, 16°


Wind:              SW 2-3 m/s

Ab:      12.00               An:      16.30


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
17
1
16
Übertrag
841
403
438
TOTAL
858
404
454



Sørgjeslingan, eine Inselgruppe südwestlich von Rørvik, der letzte Aussenposten im Foldafjord vor der Folda See, .... tönt so schön nach "sorglos"…da müssen wir unbedingt hin.

Wenig Wind und genau von vorn. Dafür hat es umso mehr Wellen. Wir kreuzen 1 sm („Ehrenmeile) und fahren wieder mit Motor.
Sørgjeslingan
"Kommen wir da durch?"

Die Einfahrt nach Sørgjeslingan ist alles andere als „sorglos“… „Use the chart carefully”, sagt der Hafenführer. Enge Einfahrt zwischen roten und grünen Stangen…es ist gerade Ebbe, das macht es noch „gfürchiger“….

Die Anlegestelle am Hauptkai in Flatholmen existiert nicht mehr. Wir fahren weiter zum neuen Schwimmsteg im NW. Als wir dann dort wohlbehalten, ohne Aufsitzen, festgemacht haben, muss M. erstmal eine halbe Schoggi essen – zur Beruhigung der Nerven!

Der Steg ist neu, piccobello … sogar Strom gibt’s, von 7.30 – 23.00 versorgt ein Generator die Insel mit Strom.



Der Hafen von Sørgjeslingan um die Jahrhundertwende


Sørgjeslingan war früher ein wichtiger Fischereistandort. Die letzte Familie hat 1975 die Insel verlassen. Heute gehören die Insel und die meisten Häuser dem Küstenmuseum in Rørvik, das im Sommer Robuer  an Touristen vermietet.

Endlich Grillwetter! Spareribs & Dillkartoffeln. Backgammon den 3. „Matchball“ gewinnt A. Schlusstand 7:5, 6:4.


Dienstag, 2. August 


Hafentag

Wetter:            Bedeckt ...Regen...Sonne ....REGEN , 15°


Wind:              a.m.: SO  7-8 m/s
                        p.m.: SW 8-10m/s




Gemütlich ist es im Salong



7. Uhr Frühstart. Wieder abgebrochen, als A. merkt, dass der Wind nicht aus SW kommt (so wie der Wetterbericht vorhergesagt hat) sondern aus SO. Zurück in den Schlafsack.

Dann fängt es an zu regnen und zu blasen. Lesen, Spielen (die ganze Palette: Backgammon, Quirkle und Rumy). Im ärgsten Regen klopft der Nachbar von der M/Y und fragt, ob wir Fisch wollen. Er hat heute Morgen 2 grosse Dorsch geangelt. Er zerlegt und filetiert einen halben Fisch für uns…. im Tausch gegen 1 Bier.


Um 15 Uhr dreht der Wind auf SW. Es klart auf. Die Sonne scheint. Aufbruch. Doch M. kommen Zweifel, als sie auf dem Weg zum WC hinaus aufs Meer sieht hat es doch viel mehr Wind und Wellen, als gedacht. Also brechen wir den Aufbruch zum 2. Mal ab. Zum Glück! Denn der Wind nimmt zu und dann fängt es wieder an zu regnen… aber wie!

Znacht in der warmen und trockenen „Stube“…. nicht ganz trocken… es tropft von oben und der Wind bläst den Regen von der Seite unter die Persenning. Trotzdem, die Dorschfillets mit Salzkartoffel schmecken mmmmmmmmmmh…FEIN!!

Wetterbesserung?

.... leider nur von kurzer Dauer

Mittwoch, 3. August


Von:    Sørgjeslingan                         Nach:  Brakkstad

Wetter:            Sonne & Wolken, 16°


Wind:              SO 2 m/s   SW 4-5m/s   (abends) NO 2-3m/s

Ab:      12.00               An:      16.30


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
12
8
4
Übertrag
858
404
454
TOTAL
870
412
458

Kurs Brakkstad

Sonne. Die Wetterberichte (storm.no & yr.no) sagen NO vorher, doch das ist Rasmus ganz egal .... wir haben Flaute.

Wir motoren mit Kurs SO nach Brakkstad. Von SW schiebt sich eine graue Wolkenwand langsam näher. Der Regenschauer streift uns nur am Rand bringt aber guten Wind aus SW. Wir segeln.

Brakkstad Gästehafen

Der Gästehafen in Brakkstad sieht viel besser aus als erwartet. Schwimmstege mit ausreichend Platz. Ein paar graue Fischerhäuser, in einem befindet sich die Serviceanlage (WC, Dusche, Waschmaschine) in einem andern ein Pub, geöffnet Frei/Sam/Son und wenn schönes Wetter ist, so wie heute.



Wir machen die, auf einer Infotafel empfohlene, Rundwanderung. Brauchen aber 3 Versuche und „maps.me“ bis wir richtig eingefädelt sind. A. rutscht aus … selbst Schuld, keine Wanderschuhe angezogen!... schürft sich den Arm. Wir wandern über Stock und Stein. Finden Heidelbeeren. Auf weichem Moos über ein Moor, dann kerzengerade hinauf zum Gårdshaugen … Utsikt!

Zum Znacht gibt’s Ratatouille auf der Terrasse vor dem Pub und zum Dessert einen wunderschönen Sonnenuntergang.





Donnerstag, 4. August


Von:    Brakkstad                   Nach:  Villa Havn

Wetter:            Sonne & Wolken, 20°


Wind:              O 2 -3m/s

Ab:      12.00               An:      16.30


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
16
14
2
Übertrag
870
412
458
TOTAL
886
426
460


Wir wandern über die Insel....
..... zum Leuchtturm

Wir brechen zeitig auf und segeln mit der Morgenbrise nach Westen.

Villa Havn, ein Schwimmsteg und ein Plumpsklo. Die Attraktion der Insel ist --nein, kein deutscher Bunker! – sondern ein mit Kohle gefeuerter Leuchtturm. Der Leuchtturm war nur 20 Jahre in Betrieb (1839-1859) und war damals der letzte Leuchtturm vor der russischen Grenze.

Zum Znacht gibt’s Ratatouille zum 2.ten. Wunderschöne Abendstimmung.

auch Schafe haben gerne utsikt


Freitag, 5. August


Von:    Villa Havn                  Nach:  Smavær (Kaffeestop in Husvågn)

Wetter:            Wolken, einzelne Regenschauer und am Abend Sonne, 17°


Wind:              W 3-4m/s

Ab:      10.00               An:      15.15


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
13
5
8
Übertrag
886
426
460
TOTAL
899
431
468


Heute Morgen, wir sitzen gerade beim Frühstück, legen 2 ältere Männer mit  einem Fischerboot  am Steg an. Sie sind von der Villavennerforeningen (Verein der Freunde von Villa) und bereiten das Grillfest, am nächsten Sonntag vor.

Wir nehmen die Flatangerleia, die innere Route. Schön und spannend im Slalom zwischen den Inseln durch.
Durch die  Flatangerleia, vorbei an Fischzuchten...
.... und stattlichen Bauernhöfen

In Husvågn machen wir einen Boxenstop. Die Marina ist „stengt“ und ist auch sonst nicht gerade attraktiv. Kaffeepause, bis der Regenschauer vorbei ist. Dann fahren wir weiter nach Smavær, wo wir schon auf der Hinfahrt festgemacht haben.

Wir wandern zum „Utsiktspunkt"  und finden Preiselbeeren, Heidelbeeren und Himbeeren, in Hülle und Fülle.

Smavær zum 2.ten



Samstag, 6. August


Von:    Smavær                     Nach:  Bessaker

Wetter:            Bedeckt, abends Sonne, 15°


Wind:              N-NW 2-4m/s

Ab:      10.00               An:      14.20


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
16
14
2
Übertrag
899
431
468
TOTAL
915
445
470


Frühstück de luxe  mit frischen Beeren.

Wir segeln Kurs Bessaker. Mit halbem Wind kommen wir gut voran und erreichen gerade noch rechtzeitig vor Ladenschluss (15 Uhr) Bessaker. Zum Glück, denn langsam gehen unsere Vorräte zu Ende.

Wir essen im Kro, die bewährten Connie’s Special, Fish & Chips (Dorsch im Bierteig).
Wiedersehen mit Bessaker...
..... die Angler sind fleißig am Fisch ausnehmen und filetieren

Der Wetterbericht sieht alles andere als gut aus. Morgen Abend soll es kräftig  regnen, dann Montag eine Regenpause und ab Dienstag ist Dauerregen angesagt. Eine Wetterwarnung sagt für Dienstag „uvanlig mye nedbør“ (ungewöhnlich viel Niederschlag) und für Mittwoch und Donnerstag „uvanlig kalt“ voraus. Dazu gibt‘s „gratis“ noch kräftig Wind (>11-18m/s) aus SW-W… genau dort her, wo wir hin wollen. Wir haben gedacht Morgen nach Stocksundet zu fahren und dort abzuwettern. Aber so, wie es jetzt aussieht, ist eine Wetterbesserung nicht in Sicht. Da können wir warten bis wir Moos ansetzen. Was tun????  ... erst mal darüber schlafen ….


Sonntag, 7. August


Von:    Bessaker                     Nach: Hestvika, Børøysund (Hitra)

Wetter:            Sonne & Wolken abends Regen, 15°


Wind:              SO 4-5m/s

Ab:      7.00                 An:      18.00


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
52
48
4
Übertrag
915
445
470
TOTAL
967
493
474


Um 5.30 Uhr weckt A. „Moni wir müssen los“. Er hat gestern Abend nochmal alle möglichen Häfen studiert… wenn wir nicht steckenbleiben wollen, müssen wir heute möglichst weit nach Süden und auf die „andere Seite“ der offenen See kommen.

Noch schnell alle Kanister füllen, falls wir motoren müssen…schnell einen Kaffee und ein paar Sweeties … M. zerbricht noch ein Glas… soll ja Glück bringen! Um 7 Uhr machen wir einen Blitzstart. Zuerst mit Motor. Dann kommt Wind auf und weht fast konstant mit +/- 5 m/s und wir machen, trotz Strom gegen uns, +/- 5 knt. Segeln vom Feinsten.

Schiffswrack

Jetzt sticht uns der Hafer. Wenn es so gut läuft, kommen wir vielleicht noch rechtzeitig vor dem grossen Regen nach Hitra.


Irgendwann ziehen am Horizont im Westen graue Wolken auf. Aber wir haben Glück. Um 18.00 Uhr machen wir in Hestavika, Hitra fest. Børøysund Marina, ein schöner Gästehafen.

Noch schnell ein Spaziergang mit Dixi. Die Arme, so lange segeln findet sie wohl gar nicht lustig. A. sammelt am Wegrand noch Himbeeren.

Zum Znacht gibt’s Gschwellti & Käse und dann noch eine Partie Backgammon. M. gewinnt und führt mit 3:2.

Pünktlich, wie vorhergesagt, um 20 Uhr fängt es an zu regnen und regnet weiter
bis tief in die Nacht… während wir schon schlafen, erschöpft und glücklich, dass wir es geschafft haben.


Montag, 8. August


Von:    Hestvika, Børøysund             Nach: Mjosundet, Aure

Wetter:            Sonne & Wolken abends Regen, 15°


Wind:              SO 0-1m/s, ab 15.Uhr NO 2-4 m/s

Ab:      10.45               An:      18.30


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
33
4
29
Übertrag
967
493
474
TOTAL
1000
497
503


Gemütliches Frühstück, da A. meint, dass es bis zu unserm heutigen Tagesziel Aure nur ca. 10 sm sind. Haha.. bei genauerem Hinsehen sind es dann eher >  30sm!



Wir fahren mit Motor auf der dem Hauptfahrweg Richtung Kristiansund… etwas eintönig. Vor Skardsøya kommt dann Wind aus NO und wir segeln durch den Sund südlich von Skardsøya nach Aure. Wunderschöne Landschaft. Grüne Wiesen, Bauernhöfe leuchtend in der Abendsonne.
Im Westen wieder eine glattgraue Wolkenwand. Wie lange noch, bis es anfängt zu regnen? Wir fahren an Aure vorbei, werfen noch einen Blick auf den Stadthafen … und finden „nicht geeignet zum Abwettern“… durch eine schmale Einfahrt erreichen wir von Süden her die Marina Mjosundet.

Gerade als wir anlegen fallen die ersten Tropfen und dann geht’s nicht mehr lang und es regnet wieder fast ohne Unterbruch…
Marina Mjosundet

Die Marina macht einen etwas verlassenen Eindruck. Aber es hat alles was wir brauchen, WC, Dusche, Waschmaschine. Das Pizzarestaurant ist geschlossen, aber eine gedeckte  Terrasse ist zugänglich.

Dort essen wir mit unserm Öfeli unterm Tisch Znacht: Würstli, Ertestua & Flatbrød und zum Dessert Crème fraiche mit frisch gemachter Heidelbeerkonfi.

Wir sind jetzt fast am Ziel. Das Båthotell liegt nur ein paar Sm entfernt auf der andern Seite des Fjords.

Um Mitternacht kriechen wir in die Schlafsäcke und schlafen ein, in Erwartung der morgigen Sintflut.


Dienstag, 9. August


Hafentag: Mjosundet, Aure

Wetter: REGEN….REGEN…. mal XL mal XXL …mit kurzen Pausen den ganzen Tag.




Frühstück auf der Terrasse. Unser Öfeli wärmt zumindest die Füsse. Lesen und Blog updaten.

Unsere Essenvorräte gehen langsam aus. Der nächste Laden in Aure ist ca. 9km entfernt. Wie kommen wir dahin? Wir haben Glück: A. fragt einen Angestellten der Gemeinde, der irgendetwas mit Septic Tanks zu tun hat, ob er uns in die Stadt mitnimmt. Er ist so nett…“Tusend Takk!“ In Aure machen wir uns im Touristeninformationsbüro schlau über Busfahrpläne und kaufen eine Wanderkarte… für den Fall, dass der Regen irgendwann mal wieder aufhören sollte.

Einkaufen, dann gibt’s Kaffee und feine Waffeln im Café, … hier sind wir schon letztes Jahr eingekehrt, als wir auf der Fjordroute hier durchgekommen sind.  

Um 15.30 Uhr nehmen wir den Bus nach Kristiansund und steigen nach 6 km bei der Kreuzung in Giset aus. Von hier sind es noch 3 km bis Mjosundet… wir marschieren los… bald setzt auch der Regen wieder ein… wir laufen eine Weile und haben wieder Glück… das 3. Auto nimmt uns mit. Der Fahrer ist unterwegs zum Frisör in Mjosundet.

Inzwischen regnet es wieder … und wie, Sintflut nix dagegen!

Eine junge Frau aus Litauen, sie arbeitet als Bedienung im Pizzarestaurant stellt für uns einen Heizstrahler auf der Terrasse an… Tusend Takk…sie freut sich über die Ovo Schoggi aus der Schweiz. So gewärmt von oben und unten lässt es sich ganz gut aushalten auf der Terrasse, - unserm Wohnzimmer für die nächsten Tage?





Mittwoch 10. August



Wetter: ditto Gestern und  „uvanlig kalt“, 8°

Frühstück auf der Terrasse, dank Heizstrahler kuschelig warm. Dann Wäsche & Polsterbezüge waschen, Karten ordnen, …etc.

Um 12.30 Uhr machen wir uns auf den Weg zur Busstation. Wir laufen eine Weile und A. macht Autostop… das 3. Auto hält. Ein älteres Ehepaar, sie haben uns anscheinend schon im Hafen gesehen, nimmt uns mit. Vorher müssen sie aber erst noch ihre Einkäufe umräumen und die Sitzbank wieder hochklappen.

Sie nehmen uns dann gleich weiter bis zum Fähranleger, Tommervag mit. Statt auf den Bus zu warten nehmen wir die nächste Fähre und und beschliessen das letzte Stück (2,6km) bis zum Flughafen zu laufen. Da sehen wir am Wegrand einen Wegweiser mit rotem T zum Flughafen. Die Fjordroute, die wir letztes Jahr gelaufen sind, beginnt/endet ja am Flughafen. Vielleicht ist das eine Abkürzung? Jetzt holen wir das letzte Stück noch nach und laufen auf der Fjordroute zum Flughafen. Abkürzung …. haha… der Pfad führt auf und ab, über Stock und Stein und durchs Moor um die Insel herum…. bis wir  dann nach 1 ½ Stunden tropfnass am Flughafen ankommen.

Im Flughafen wartet der Avis Angestellte auf seine letzten Kunden für heute. Wir bekommen einen Toyota Hybrid…" aber wo ist denn nur der Zündschlüssel?.... Zündschloss?...." Statt Zündschloss gibt es einen „Power“ Button… drücken … nichts passiert. Wie bekommt man das Ding nur zum laufen?  Der Avis Mann hat inzwischen den Laden heruntergelassen und ist nach Hause gegangen. Das Manual ist auf Norwegisch …. Da kommt Rettung: eine Frau von der Konkurrenz (Hertz) läuft über den Parkplatz und erklärt wie man das Ding zum laufen bringt… lautlos…aha…Elektromotor, kein Motorgeräusch.

Das nächste Problem: wie stellt man das Ding wieder ab. Auch das lösen wir… auf die Fähre und „P“ und „Power“ drücken Handbremse anziehen… das Auto steht…. Plötzlich stösst M. einen Entsetzensschrei aus: „ Hilfe es fährt wieder… ich hab aber gar nüt gmacht!“…. hihi..Fehlalarm! Das war nur die Fähre, die abgelegt hat …

In Gullstein gehen wir noch kurz bei Trude und Helge vorbei und ziehen dann in die Hytta. Welch ein Luxus! In der Hytta ist es gemütlich  trocken & warm …. und draussen stürmt und regnet es.


Tusend takk for hyggelig hytta!




Donnerstag, 11. August


Von:    Mjosundet, Aure                    Nach: Vaagland (Båthotell)

Wetter:            ditto Gestern, 8°


Wind:              SW 5 m/s

Ab:      16.10               An:      17.50


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
8
-
8
Übertrag
1000
497
503
TOTAL
1008
497
511


Nach einem feinen Frühstück bei Trude & Helge, machen wir uns an die Arbeit: Boot putzen. Immer wieder mal ein Regenschauer… aber wir kommen gut voran.  Die Hilde wird ins Båthotell gefahren.


Der Wetterbericht für nächste Woche ist gut! Wir wollen noch 2 Wochen durch Trollheimen von Hütte zu Hütte wandern, bevor wir am 1. September wieder nach Hause fliegen.


ps: Auf auf der Gullruta von Surnadalen über Trollheimen, Innerdalen bis zum Dovrefjell







Samstag, 13. August




Es hat die ganze Nacht geregnet und regnet immer noch. Wir fahren nach Kristiansund, geben am Flughafen das Auto zurück, holen im Buchladen die bestellte Wanderkarte ab und schauen dann bei Kaffee und Kanellboller dem Regen zu….

Um 11.20 Uhr fährt der Bus. Spannung … kann man nun den Hund mitnehmen oder nicht?  Der Buschauffeur sagt nichts…Man kann also. Aber als wir dann Irgendwo-Im-Nirgendwo umsteigen müssen, meint der nächste Chauffeur „ Hund geht nicht“, macht ein Riesentheater und nimmt uns schlussendlich doch mit. Chauffeurwechsel, die nächsten Chauffeure sind uns wieder wohlgesonnen und der letzte lässt uns dann in Seterøya aussteigen…. genau beim Wegweiser „Sætersetera“.
Inzwischen hat der Regen aufgehört und durch Wolkenlücken zeigt sich sogar der blaue Himmel.

wie kommen wir auf die andere Seite?
Geschafft! wir sind am Ziel.... Sætersetera

Wir folgen den roten T … der Weg ist nass und sumpfig… die Bäche führen viel Wasser. Wie kommen wir da trockenen Fusses hinüber. Nach einer guten Stunde sind wir am Ziel. Sætersetera, eine gemütliche Hytta. Wir sind die einzigen Gäste. Wir machen Feuer im Kamin… viel Rauch…. der Rauchmelder fängt an zu piepsen. Wir heizen stattdessen das Öfeli ein…Bald wird es koselig warm und unsere nassen Kleider trocknen.

Als dann auch der Gasherd mit Mühe und viel Geduld in Betrieb genommen ist kochen wir ein fürstliches Znacht: Wienerli mit Ruebli- und Erbsenpüree…. Mmmmhhh Fein! Mit einem Glas Rotwein wäre es noch „„mmmmmmmmmhhh-feiner“.


Sonntag, 14. August

 
auf zur nächsten Etappe
der Weg führt immer wieder durch Sumpf....
Bachüberquerung Nr. 4 ....

Abstieg ins Vindøldalen....
und die letzten km auf einer Erdstrasse ....



9.30 Uhr: Aufbruch. Über 2 Bäche, der 3. hat jetzt eine Brücke. Beim 4. finden wir nach langem Suchen eine Stelle, um trockenen Fusses auf die andere Seite zu kommen. Der Weg ist oft sumpfig und schlüpfrig, aber man gewöhnt sich mit der Zeit daran. Aufstieg zum Bollin (986 m.ü.d.M.). Sicht bis nach Surnadal. Abstieg ins Vindøldalen. 3.5 km auf einer Naturstrasse. Viele Hütten. Sumpfiger Aufstieg zur Vindølbu. Um 17.30 Uhr treffen wir dort ein.

Die Tür lässt sich nicht öffnen. Abgeschlossen? Und jetzt, was tun? Beim 2. Versuch geht die Tür auf…. hat nur geklemmt.

Wir sitzen in der Abendsonne vor der Hütte und trinken Tee. Zum Znacht gibt’s Labskaus (aus der Dose aus dem Proviantlager) und Kartoffelstock. Schmeckt nicht schlecht!

Vindølbu.



Montag, 15. August





"wer kommt denn da....???"
Mittagspause am  Svartvatnet
"..... uff... gerade noch geschafft!!!"
so gehts einfacher


Wetter: Nebel, Nieselregen und Wind, kalt…..das „opholdsvær“ lässt noch auf sich warten.

Der Weg führt durch sumpfige Moore, einige  Bachüberquerungen …. nicht immer ganz einfach und ziemlich viel Zeit geht verloren, um geeignete Übergänge zu finden.

Die Marschzeit ist mit 6-7 Stunden angesetzt… wir brauchen 9 ½ Stunden. Wir treffen gerade rechtzeitig zum Nachtessen (19.00 Uhr) in der Trollheimen-Hytte ein. Die Hütte ist bedient.  Hunde-Zimmer, ganz für uns allein , warme Dusche und ein bullig warmer Trockenraum… und feines Essen!

Trollheimen Hytta
wir wohnen gemütlich in der  Hundehütte



Dienstag, 16. August

Aufstieg auf den Geithøtta
Blick zurück auf den den Snota (1668m) und Trollheimen mit dem See Grasjøn

Schönes Wetter. Sonne, blauer Himmel und ein paar Wolken. 800m Aufstieg auf den Geithøtta (1325 m.ü.d.M.). Schöne Aussicht, auch auf den Weg von Gestern.

..... müde?

Langer Abstieg



Langer Abstieg. Wir sehen das Ziel schon vor uns. Ca. 8 km auf einer Naturstrasse…dann biegt der Sti ab und führt uns einen Umweg wieder über Stock & Stein und Sumpf…. wären wir doch auf der Strasse geblieben.

Die Jøldalshytta ist ebenfalls bedient. Das Essen aber nicht so fein, wie in der letzten Hütte. Wir teilen das Hundezimmer mit 2 Schwestern + Hund.




Mittwoch, 17. August

Jøldalshytta






und hier machen wir ....


.... Mittagspause 
eingesumpft

Weiterhin Traumwetter.

Sanfter Aufstieg durch ein Hochtal. Eine Herde Rentiere galoppiert vorbei. Mittagspause am Fluss.

Immer wieder hören wir die Glöcklein… Schafe in der Nähe… Dixi muss an die Leine. Dabei sind die Viecher rotzfrech und machen sich penetrant an die Verfolgung von Hund und –Besitzerin. So was ist Dixi von Holdeners Schafen nicht gewohnt…

Gjevilvasshytta ist ebenfalls bedient. Wir werden, mit Hund im Annex einquartiert. Wieder sind wir dort ganz allein. Feines Essen: „Fat Thursday“ Gepökeltes Lammfleisch und Würste, Rotmus (Ruebli-Kohlrabi-&Co-püree) Kartoffeln und zum Dessert Skogsbaer-Creme.

Gjevillvatnet, 
rotzfrech sind die  Viecher !!!


Gjevilvashytta
....puh ist das heiss !!!!
"Gute Nacht..."

Donnerstag, 18. August

Ein weiterer Traumtag...
.... beginnt mit einem feinen Frühstücksbuffet

Matpakke und Mellomleggspapir....Moni beherrscht die hohe Kunst ein norwegisches Lunchpaket zu machen




Wetter ditto gestern.

Der Weg führt immer am See entlang. Etwas mühsam, auf und ab über und um viele Steine. Wir kommen nur langsam voran. Kurz vor dem Ziel nehmen wir noch ein Bad im See. Schön erfrrrriiiiischend!

Schöne Hütte. Blick auf den See. Erst sind wir noch allein, dann treffen ein älteres Ehepaar, Øyvind & Berit, und später noch 2 Krankenschwestern aus Trondheim ein.

Wir finden einen letzten, schon angebrochenen Pack Pasta und eine Büchse Pelati … mit Spagetti Sauce im Beutel und mit Thon -M. springt über ihren Schatten- ein köstliches Znacht!

Dixi schläft im Schopf (Uthus) und hütet dort die Toaletter.


Mittagspause an einem schattigen Platz 
heute ist Badewetter
..... der Weg ist ab und zu etwas mühsam
Vassendsetra: schöne Hütte mit Blick auf den See
Das  Proviantlager wird inspiziert


Freitag, 19. August

Vassendsetra


Bårdsgården


Nach Bårdsgården sind es nur 5.5km. Viel Zeit um unterwegs noch Beeren zu sammeln. Und dann sind wir auch schon am Ziel…. die erste Hütte, die früher als erwartet kommt!

Bårdsgården ist ein schöner alter Bauernhof. Innen modern eingerichtet, Strom .... ja, sogar WLan gibt es. Plakate mit handgemalter Ermahnung, die Hütte sauber zu halten…. Nass aufwischen! Am Anschlagsbrett, hängt die Kopie eines sympatischen Dankbriefs von 2 polnischen Girls. Ohne Geld! Haben sie mit ein paar Magneten am Kühlschrank bezahlt. Das finden die Leute von der Trondheim Turistvoreningen aber gar nicht lustig! SOOOO NICHT!

Dank der Vermittlung und Dolmetscherdiensten von Nils (ehemaliger NATO Offizier) findet die alte Bäuerin im Keller das Lätt Öl (2, 4 % Alk.). Zum Zmittag gibt’s Panekaker mit Beeren

Wäsche waschen.


Samstag, 20. August

angenehm geht es bergauf.....
..... und ziemlich mühsam bergab

Wetter: morgens bedeckt-mittags Niesel-abends Sonne.


Die ersten 3 km laufen wir auf der Strasse. Dann schöner Weg, angenehm ansteigend. Pause bei einem See. Mittagspause beim Stausee. Wir haben ungefähr 2/3 der Strecke in guter Zeit geschafft. Doch jetzt kommt der Abstieg und der hat es in sich. Einem Fluss entlang geht’s talabwärts, sumpfig und schlüpfrig, über Felsen, auf dem verschütteten Rest einer angefangenen und wieder aufgegebenen Strasse und dann endlos durch den Sumpf…

Karvatn, ein altes Bauernhaus wurde zu einer Hütte umgebaut. Gegenüber liegt der neue Hof. Eine grüne Oase am Ende des Tals.

Eine Gruppe Frauen spendiert uns den Rest Pasta (Glück gehabt es waren die letzten im Proviantlager) …. Spaghetti Sauce aus dem Beutel aufgepeppt mit unsern Würstchen (Ölkorv) …. schmeckt nicht schlecht. Zum Dessert gibt es Tee & Guetsli auf der Terrasse in der Abendsonne.

Wir schlafen gut im grossen Schlafsaal…. das Hundezimmer ist schon besetzt. Dixi schläft im Flur…. wie Cerberus hütet sie den Proviantraum.

Karvatn

Sonntag, 21. August

Unterwegs nach Innerdalen
Blick zurück auf Korvatn.... eine grüne Oase am Ende des Tals


Im Westen  das Todalsfjord
..... jetzt noch über ein Schneefeld....
..... dann sind wir oben....Mittagsrast auf dem Pass.

Wetter: morgens früh noch schön – später bedeckt etwas Nieselregen – abends Sonne

Der Weg: langsam ansteigend auf ca. 1100 m.ü.d.M. Schöner Blick zurück auf Korvatan. Voraus im Westen sehen wir den Todalsfjord. Die letzten 200 Höhenmeter über Geröll und ein Schneefeld. Mittagsrast auf dem Pass.

Steiler Abstieg nach Innerdalen. Das schönste Hochtal Norwegens! Als wir ankommen kommt die Sonne durch, blauer Himmel. Es stimmt das Tal ist dramatisch schön.

2 Hütten stehen zur Auswahl. Wir steigen in der neuen bedienten Hütte ab. Wir kommen gerade noch rechtzeitig fürs sonntägliche Buffet.

Anschliessend schauen wir uns die alte, selbstbediente Hütte an… sehr schönes altes Holzhaus mit viel Atmosphäre, schöne gemütliche Zimmer…. Im Proviantraum finden wir Spaghetti für morgen Abend.

Innerdalen...."schönstes Hochtal Norwegens!"
Innerdalstårnet, der majestätische Hausberg des Tals
Die alte (selbstbediente) Hütte

Montag, 22. August

Steil geht es bergauf....
Noch ein letzter Blick zurück auf Innerdalen


Kurze Mittagsrast
Steil hinunter ins Sunndalen

Wetter: Sonne, bewölkt am Abend Regenschauer.

Der Weg führt zuerst steil den Berg hinauf dann leicht ansteigend durch ein Hochtal mit 2 grossen und vielen kleineren Seen.

Dann stürzen die Berge ab ins enge Sunndalen. Nebelfetzen steigen aus dem Tal. Gespenstisch.  Kurze Mittagsrast, graue Wolken…. vielleicht ein Gewitter im Anzug?  Steiler Abstieg: in vielen Serpentinen steigen wir 1000 Höhenmeter ab ins Tal. Die Hütte Eriksvollen liegt mitten im Wald, ca. 10 Minuten von der Strasse entfernt.

2 Boys from Russia brechen gerade auf. Sie wollen nach Kristiansund auf die Fjordroute….Wir haben die Hütte mal wieder ganz für uns allein. Dixi bekommt ein Nachtlager im Holzschopf. Wir sitzen auf der Terrasse und schauen dem Regen zu. Dann gibt’s feine Spaghetti (deluxe) zum Znacht.

Die Boys aus Russia kommen wieder zurück und ziehen in die Annex-Hytta.

Die Hütte Eriksvollen, mitten im Wald



Dienstag, 23. August

Es geht wieder steil bergauf
endlich oben .... unten im Tal sehen wir schon unser Tagesziel Vanshaugen


Wetter: weiterhin schön.

Der Weg führt auf der andern Seite des Tals wieder steil hinauf. Mehr als 1000 Höhenmeter…. kerzengerade, immer bergauf. Heidelbeeren kann man pflücken ohne sich zu bücken. Nach mehr als 3 Stunden Aufstieg fragen wir uns „sind wir jetzt bald oben?“ Aber hinter jedem Gipfel kommt ein weiterer …. Endlos. Öde Steinwüste ohne Ende.

Dann sind wir endlich oben und nach einer Weile kommt ein Tal mit 3 Seen in Sicht. Unser Ziel Vanshaugen liegt am unteren See. Abstieg ins Tal, der Weg ist morastig und rutschig. „„Schiiis Weg“, flucht M. Sie hat genug für heute und überhaupt… Aber als wir dann endlich unten sind und die letzten km auf einer Erdstrasse dem Ziel entgegenwandern findet sie reumütig, dass es eigentlich „wunderschön“ ist.
Kurz vor 19 Uhr treffen wir in Vanshaugen ein und werden herzlich empfangen. Auch Dixi bekommt ein Velkommen Brot mit Leberpastete.

Bald gibt’s Nachtessen: Suppe, Labskaus und Schoggi Pudding zum Dessert. 

Vanshaugen

Mittwoch, 24. August




Wetter: wechselhaft, ein bisschen Regen, abends aufklarend, Sonne.

Wir machen heute einen Ruhetag. Der gestrige Aufstieg steckt noch in den Knochen.

Vanshaugen wurde Ende des 19. Jahrhundert von Ethelbert Lort Philipp, einem schottischen Edelmann, der durch den Fischhandel nach Kristiansund gekommen war, als Jagdschloss gebaut.

Spaziergang um den See. Abends nochmal zum Wasserfall. Die Sonne kommt duch die Wolken. Schöner Blick auf die Seen. Wir sammeln Preiselbeeren.

Vanshaugen: das Esszimmer

Donnerstag, 25. August

Wir wandern das Grödal hinaus....
Steil hinunter nach Åmotan



Preiselbeeren in Hülle und Fülle
Wetter: Sonne mit Wolken

Wir wandern das Grødal hinaus. Haben ab und zu  Mühe den Weg zu finden. Über längere Strecken ist der Weg nicht markiert. Dann geht’s steil hinunter nach Åmotan. 3 Flüsse fallen ins Tal und vereinigen sich. Auf der andern Seite geht’s dann wieder steil hinauf. Aber im Vergleich zu dem Aufstieg von Eriksvollen ist der Anstieg „peanuts“. Dicke rote Preiselbeeren.

Auf einer Erdstrasse nach Gammelsetera, urige Alphütten mit Grasdächern. Baujahr 1770 & älter. Junge Leute, Teilnehmer eines Folkeskole Outdoor Lehrgangs „ catch & prepare your own food“ sind dabei Hamburger zu machen.
Dixi bekommt die Hundehütte. Wir ziehen in die Akkerstua. Die Türen sind niedrig… wer’s vergisst, wird schmerzhaft daran erinnert.

Gammelsetera

Freitag, 26. August

Hüttentag




Regenwetter. Wir machen einen Hüttentag.

Panekaker mit Preiselbeerenkonfi zum Zmittag. Backgammon. Lesen. Wäsche waschen. Gegen Abend kommt für 2 Stunden die Sonne raus…. Preiselbeeren pflücken.

Samstag, 27. August


Wir stehen früh auf. Zur letzten Etappe, über den Berg nach Gjøra. Heute Nacht hat es noch geregnet. Das Thermometer zeigt 4°C. Aber das Wetter soll im Laufe des Tages besser werden, erzählt einer der Rentierjäger, die gestern Abend in die Gammelstua eingezogen sind.

die letzte Etappe ....


..... nach Gjøra
wir wohnen in einer Hütte auf einem Campingplatz am Fluss